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Syphilis - Welche Maßnahmen sind zu ergreifen?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:48
Die Krankheit keineswegs harmlos, sondern kann bei Nicht-Behandlung zum Tode führen.

Syphilis hat die Menschheit seither fasziniert. Zum einen wurden immer wieder schlüpfrige Witze mit dem Thema Syphilis gemacht und zum anderen brachte man sie insbesondere in der frühen Neuzeit in Verbindung mit Genialität.

Allerdings ist die Krankheit keineswegs harmlos, sondern kann im Gegenteil bei Nicht-Behandlung zum Tode führen. Seit der Entdeckung des Erregers und der Erfindung des Penicillins galt Syphilis aber –zumindest in Europa- als weitgehend ausgerottet. Seit den Neunziger Jahren tritt sie aber wieder vermehrt auf.

Da die Wahrscheinlichkeit einer Erkrankung an Syphilis wächst, muss auch wieder zunehmend Antwort darauf gegeben werden, was man dagegen tun kann

  • Zunächst einmal ist wichtig zu konstatieren, dass Syphilis insbesondere durch Schleimhautkontakte beim Geschlechtsverkehr übertragen wird. Aufgrund dessen ist das beste Mittel, um einer Ansteckung mit Syphilis vorzubeugen, nur Safer Sex zu praktizieren, d.h. den Geschlechtsakt nur mit geeigneten Verhütungsmitteln durchzuführen. 
  • Falls es aber doch zu einer Ansteckung kommt, sollte umgehend ein Arzt aufgesucht werden. Ansonsten drohen chronische Leiden wie Demenz oder sogar das Ableben. Meist wird die Syphilis mit dem Antibiotikum Penicillin behandelt, welches den bakteriellen Erreger abtötet. 
  • Wenn eine Allergie gegen Penicillin vorliegt, werden in der Regel die Wirkstoffe Tetracyclin, Erythromycin und Doxycyclin verwendet. Außerdem sollten auch die Sexualpartner des Erkrankten einer Untersuchung und gegebenenfalls einer Therapie unterzogen werden.
  • Nach der Behandlung der Syphilis ist es überdies nötig sich in der Folgezeit regelmäßig untersuchen zu lassen.
  • Während der Anwendung des Antibiotikums Penicillin kann es unter Umständen zu grippeähnlichen Symptomen kommen. Je nach Konstitution des Patienten kann dies dann auch lebensbedrohlich werden.
  • Ein weiteres Problem ist, dass die inflationären Verwendung von Antibiotikas langfristig zu einer Immunisierung des Syphilis-Erregers führen könnte. Gleichwohl kann bislang eine solche Entwicklung nicht festgestellt werden.

Zusammenfassend lassen sich folgende Gegenmaßnahmen auflisten:

  1. Beim Geschlechtsverkehr unbedingt verhüten; dies gilt vor allem für Menschen mit wechselnden Geschlechtspartnern.
  2. Bei Ansteckung sofort den Arzt aufsuchen, da unbehandelte Syphilis zu schweren Folgen führen kann.
  3. Der Arzt behandelt Syphilis meist mit Penicillin. Hierbei auf mögliche Allergie gegen das Antibiotikum untersuchen.
  4. Nach Ablauf der Behandlung sollte man sich weiter regelmäßig untersuchen lassen, um zu prüfen, ob der bakterielle Erreger wirklich ganz abgetötet wurde.

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