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Tablette gegen Rauchen: Hilft das?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:58
Ob die Einnahme von Tabletten tatsächlich gegen die Sucht des Rauchens wirkt...?

Wie schön wäre es doch, wenn es eine Tablette gäbe, die dabei hilft, die ständige Lust auf den Glimmstängel dauerhaft in den Griff zu bekommen. In der Tat haben sich zahlreiche Pillen, Akkupunkturen, Tropfen, Kaugummis oder Suggestionsverfahren etabliert. Aber Fakt ist, dass nicht alle Präparate und Erfindungen diesbezüglich auch tatsächlich das halten, was sie versprechen. Nebenwirkungen oft inklusive!

  • Wissenswert ist, dass Zyban einige Tage vor dem "großen Ziel", sprich: mit dem Rauchen endgültig mit dem Rauchen aufzuhören, eingenommen werden muss.
  •  Nachteil des Ganzen ist jedoch - und auch das stellte sich im Zuge umfangreicher Studien heraus, dass ein hundertprozentiger Erfolg keineswegs garantiert ist.
  • Auch bei diesem neuartigen Produkt gilt also in der Regel, dass der Wille, wirklich das Rauchen aufgeben zu wollen, unbedingt vorhanden sein sollte.
  • Ohne eine gewisse Disziplin geht folglich auch mit Zyban nur wenig. In bestimmten Fällen berichteten Raucher im Übrigen von starken Stimmungsschwankungen, einem Unruhegefühl, Schlafstörungen und Schwindel. Allerdings wurden diese Symptome nicht bei allen Zyban-Konsumenten festgestellt.
  • Wer darüber hinaus der Meinung ist, schon während der Einnahme von Zyban durch einen geringeren Zigarettenkonsum die Haushaltskasse entlasten zu können, irrt. Denn Fakt ist, dass die Tablette ähnlich teuer ist, wie eine normale Schachtel Zigaretten.
  • Wer aber wirklich durchhält und auch nach der vorgeschriebenen Einnahme von Zyban den Kampf gegen den "blauen Dunst" gewonnen hat, der darf sich letztlich tatsächlich über mehr Geld im Portemonnaie freuen.

  • Zyban von GlaxoWellcome zählt derzeit zu den bekanntesten Tablettensorten, die angeblich dazu beitragen sollen, die Sucht nach der Zigarette zu bekämpfen. Ziel des Produktes ist es, den Geschmack einer Zigarette dauerhaft als ekelerregend und schlecht zu empfinden.
  • Wobei in entsprechenden Studien tatsächlich belegt werden konnte, dass einige Raucher auf diese Vorgehensweise "anspringen". Ursprünglich war Zyban als Antidepressivum auf den US-amerikanischen Markt gebracht worden, jedoch erkannte man gleichwohl sehr rasch die raucherentwöhnenden Eigenschaften.
  • Der Vorteil: anders als beispielsweise Anti-Raucher-Kaugummis oder -pflaster enthält Zyban kein Nikotin.

  1. Nichtraucher, die erst seit wenigen Tagen ohne ihre tägliche Dosis Nikotin auskommen, die aber Angst vor einem eventuellen "Rückfall" haben, sind unter bestimmten Voraussetzungen mit der Einnahme von Zyban durchaus gut beraten.
  2. Auch all' jene, denen es aus eigener Kraft bislang noch nicht gelungen ist, der Kippe "Lebewohl" zu sagen, könnten Zyban einmal ausprobieren. Die Studien namhafter Wissenschaftler sprechen in diesem Zusammenhang für sich.
  3. So gelang es tatsächlich einigen Rauchern, selbst Wochen nach der "Therapie" stark zu bleiben und der Zigarette zu "entsagen". Untersuchungen zufolge, in denen allerdings die Probanden unwissentlich (!) ein Placebo-Präparat erhielten, waren die Anti-Rauch-Erfolge ähnlich.
  4. So darf man mit Fug und Recht behaupten, dass sich im übertragenen Sinne im Hirn des Süchtigen erst einmal ein "Hebel umstellen" muss, um echte und vor allem dauerhafte Erfolge zu erzielen.

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