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Tinnitus Symptome? - Das sind sie

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:17
Tinnitus ist ein Symptom, keine Krankheit!

Tinnitus ist der medizinische Fachausdruck für Ohrgeräusche oder Ohrensausen. Jeder Vierte von uns hat dieses Phänomen schon mal wahrgenommen. Meistens und glücklicherweise nur vorübergehend. Oft wird es als Pfeifen, Rauschen, Zischen oder Summen erlebt. Den unterschiedlichsten Geräuschen im Kopf oder in den Ohren ist eins gemein: Bis auf seltene Ausnahmen hört sie nur der Betroffene selbst.

  • Wenn Ohrgeräusche oder Ohrensausen zum ersten Mal auftreten und nach einigen Stunden oder einer durchgeschlafenen Nacht nicht abgeklungen sind, sollte der Arzt aufgesucht werden.
  • Bestehen weitere Symptome wie Hörverlust oder Schwindel gilt: sofort zum Arzt!
  • Je früher eine Behandlung einsetzt, desto besser sind die Chancen, dass der Tinnitus wieder verschwindet!

Symptome eines Tinnitus

Ohrgeräusche oder Ohrensausen sind ein Symptom, vergleichbar dem Schmerz oder Fieber. Ein Tinnitus ist auch ein Warnsignal, dass wir uns übernommen haben – im körperlichen oder im seelischen Bereich. Deshalb muss nicht vordringlich das Symptom Tinnitus behandelt werden, sondern es gilt: Ursachen beheben. Dies ist umso wichtiger, als dass ein Tinnitus wiederum zu zahlreichen psychischen und körperlichen Symptomen führen kann.

 

Beispiele für diese Symptome sind:

  • Schlafprobleme
  • Konzentrationsstörungen
  • Angst und Depression

 

Ursachen und Risikofaktoren:

  • Eine Reihe von Auslösern eines Tinnitus ist bekannt, einige weitere werden verdächtigt. Trotzdem ist der genaue Entstehungsmechanismus bisher unklar. Mögliche Ursachen sind Entzündungen des Ohrs oder auch der Atemwege, Lärmschäden (Knalltraumen oder ständige Lärmbelastung), Tauchunfälle und organische Erkrankungen wie Autoimmunkrankheiten, Tumoren des Hörnervs, Borreliose oder Virusinfekte.
  • Tinnitus ist oft ein Begleitsymptom der mit Drehschwindel einhergehenden Menière-Krankheit und des Hörsturzes. Probleme mit der Halswirbelsäule oder im Zahn-Kiefer-Bereich können auslösende oder verstärkende Faktoren sein. Als Einfluss- und Risikofaktoren werden auch Alkohol, Nikotin, verschiedene Medikamente, Speisen und – vor allem – Stress diskutiert.
  • Als Entstehungsmechanismus eines Tinnitus werden vor allem Durchblutungsstörungen im Innenohr verantwortlich gemacht; eventuell liegt auch eine ungünstige Signalverarbeitung im Gehirn zugrunde. Viele Ursachen lassen sich beheben oder gut behandeln. Häufiger werden jedoch gar keine direkten Auslöser gefunden. In beiden Fällen kann das Ohrgeräusch wieder völlig abklingen – spontan oder mit Hilfe einer Therapie.
  • Manchmal bleibt es allerdings bestehen – je länger der Tinnitus dauert, desto wahrscheinlicher wird dies. Nach drei bis zwölf Monaten gibt es kaum Betroffene, bei denen der Tinnitus wieder verschwindet – das bedeutet, sie müssen lernen, damit zu leben. In Deutschland sind das nach Schätzungen der Deutschen Tinnitus-Liga knapp 3 Millionen Menschen, die Hälfte davon mit mittelschweren bis sehr starken Beschwerden. Pro Jahr kommen etwa 270.000 Neuerkrankungen hinzu.

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