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Trichomonadeninfektion - Wie ist diese Erkrankung zu behandeln?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:48
Eine Trichomonadeninfektion ist mit Sicherheit keine schöne Sache.
Sie geht einher mit lästigem Juckreiz und übelriechendem Scheidenausfluss. Diese Entzündungskrankheit der weiblichen Scheide wird nicht nur beim Geschlechtsverkehr übertragen, die Parasiten Trichomonas urogenitalis können auch in unzureichend gechlorten Frei- und Hallenbädern lauern.

Bleibt eine Trichomonadeninfektion unbehandelt, wird selbst normales Wasserlassen bald zur schmerzhaften Qual. Vor allem schwangere Frauen sind hochgradig gefährdet, denn eine Trichomonadeninfektion kann sogar Fehlgeburten verursachen oder aber auch das noch ungeborene Leben anstecken. Bei den ersten Anzeichen einer möglichen Erkrankung, wie etwa eitriger Ausfluss oder starkes Jucken im Geschlechtsbereich, sollte deshalb schleunigst ein guter Gynäkologe oder Urologe aufgesucht werden.

  • Frauen sind von der Infektionskrankheit wesentlich häufiger betroffen als Männer. Das die Herren der Schöpfung allerdings meist gar nicht bemerken, dass sie sich eine Trichomonadeninfektion eingefangen haben, macht diese Tatsache umso gefährlicher. 
  • Männer haben häufig überhaupt keine Beschwerden. Nur gelegentlich tritt eine leichte Entzündung am Penis oder an den Harnwegen auf. 
  • Wie bei fast jeder anderen Geschlechtskrankheit bietet die Verwendung von Kondomen auch den bestmöglichen Schutz vor der Gefahr einer Trichomonadeninfektion. 
  • Reinliche Menschen, welche sorgsam auf Hygiene und Sauberkeit bedacht sind, gehören ebenfalls nicht unbedingt einer Risikogruppe an. Jedoch besteht auch in diesen Fällen leider immer noch die Möglichkeit, sich als Schwimmer in verunreinigtem Wasser zu infizieren. 
  • Verzichten Sie in solch einem Fall auf den Gebrauch von Tampons und lindern Sie das nervige Jucken mit Hilfe von Sitzbädern. 
  • Gerne darf sich dabei die natürliche Heilkraft der Kamille zu Nutzen gemacht werden. Badezusätze mit Kamillenextrakt sind in jedem guten Drogeriegeschäft und in Apotheken erhältlich.

  1. Der Besuch eines fachkundigen Gynäkologen ist dennoch bei einer Trichomonadeninfektion unumgänglich. 
  2. Er wird Ihnen höchstwahrscheinlich Vaginaltabletten mit dem Wirkstoff der Milchsäure verschreiben. Milchsäurebakterien töten die Erreger der Infektion zielsicher ab. 
  3. Die Vaginalzäpfchen Fluomycin N sind eine weitere Variante der medikamentösen Krankheitstherapie. Sie lindern erfolgreich die Schmerzen, verhindern den Anstieg der Parasiten und wirken heilfördernd für die sensible, entzündete Schleimhaut der weiblichen Vagina. 
  4. Natürlich ist eine Einnahme von Medikamenten nur sinnvoll, wenn auch der Partner gleich entsprechend mitbehandelt wird. 
  5. Das Antibiotika Nimorazol kommt hierbei erfolgreich zum Einsatz. 
  6. Jedoch darf es nicht während einer bestehenden Schwangerschaft verabreicht werden, um Schädigungen des Babys im Mutterleib zu vermeiden. 
  7. Die beste Lösung bei diesem Fakt bringt das antibakterielle Pilzmittel Clotrimazol.

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