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Trotz Pollenflug gelassen? - Abhilfe bei Heuschnupfen

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:25
Hier erhalten Sie Tipps zur Abhilfe bei Heuschnupfen. So bleiben Sie trotz Pollenflug gelassen.

Die Symptome des Heuschnupfens, der auch allergische Rhinitis genannt wird, sind ähnlich wie bei einer Erkältung – laufende Nase, Niesen, verstopfte Nase und Schmerzen und Druck in den Nasennebenhöhlen. Anders als eine Erkältung ist Heuschnupfen nicht ansteckend, da er nicht von einem Virus ausgelöst wird. Sowohl Allergene im, als auch außerhalb des Hauses, können Heuschnupfensymptome hervorrufen. Die häufigsten Allergene sind Staubmilben, Tierhaare und Pollen. Es gibt keine hundertprozentige Heilung für Heuschnupfen, aber es gibt einige Methoden und Mittel, die Sie anwenden können, um die Symptome zu mildern.

Erkennen und vermeiden Sie Heuschnupfenauslöser:

Achten Sie darauf, ob sich Ihre Symptome im Frühjahr verschlechtern, wenn viele Pollen in der Luft herumfliegen. Wenn dies der Fall ist, dann sollten Sie folgendes tun:

  • Vermeiden Sie es hinauszugehen, wenn der Pollenflug stark ist. Der Pollenflug ist normalerweise morgens am höchsten. Bleiben Sie an windigen, trockenen Tagen zu Hause, wenn Pollen in der Luft sind.
  • Halten Sie die Fenster geschlossen und verwenden Sie einen Luftentfeuchter, um den Feuchtigkeitsgehalt zu reduzieren und halten Sie die Pollen von Ihrem Auto und Ihrem Haus fern.
  • Benutzen Sie in Ihrem Schlafzimmer oder in anderen Räumen Ihres Hauses, wo Sie sich am meisten aufhalten, einen HEPA-Filter (ein Luftfilter).
  • Reduzieren Sie bei starkem Pollenflug die Hof- oder Gartenarbeit. Dies schließt Rasen mähen und Laub aufsammeln mit ein, da dies die Pollen aufwirbelt und sie in die Luft sendet.
  • Tragen Sie eine Staubmaske oder einen Mundschutz, wenn Sie im Freien arbeiten müssen.
  • Reduzieren Sie die Anwesenheit von Staubmilben in Ihrem Haus, wenn sich Ihre Heuschnupfensymptome das ganze Jahr zeigen und sich verstärken, wenn Sie mehr Zeit zuhause verbringen.
  • Saugen Sie alle Teppiche und Teppichböden mindestens einmal die Woche mit einem Staubsauger, der einen HEPA-Filter hat. Besser wäre es, wenn Sie ganz auf Teppiche verzichten und lieber Hartböden wie z. B. Laminat- oder Fliesenböden im Haus verlegen.
  • Beziehen Sie Ihre Matratzen, Bezüge und Kopfkissen mit einem allergikerfreundlichen Bezug oder kaufen Sie Matratzen, Bezüge und Kopfkissen speziell für Allergiker. Wenn Ihre Allergie sehr stark ist, sollten Sie auch Ihre Wohnzimmereinrichtung damit ausstatten.
  • Waschen Sie Ihre Bettlaken und –bezüge einmal die Woche bei hohen Temperaturen.
  • Hängen Sie Ihre Wäsche nicht draußen auf, da diese von Pollen befallen werden kann.
  • Schaffen Sie Haustiere aus Ihrem Haus, wenn diese die Ursache für Ihre Heuschnupfensymptome sind. Menschen mit heftigen Allergien können nicht mit Tieren zusammenleben. Alternativ können Sie sich allergikerfreundliche Haustiere anschaffen.
  • Baden Sie Ihre Haustiere einmal die Woche, wenn diese in Ihrem Haus leben, und verwenden Sie ein geeignetes Shampoo, welches ein Ausfallen von Tierhaaren reduziert.
  • Lassen Sie Ihre Haustüre nicht mit Ihnen im Bett schlafen.
  • Gehen Sie zu einem Allergologen und lassen Sie sich auf Ihre Allergien testen, falls Sie nicht genau wissen, was Ihren Heuschnupfen auslöst. 

Hilfreich Tipps

So können Sie die Symptome von Heuschnupfen lindern:

  • Lassen Sie sich von Ihrem Arzt ein Antihistaminikum verschreiben. Antihistaminika können die Symptome nicht heilen, aber mildern. Leider haben sie auch Nebenwirkungen wie z. B. Müdigkeit. Wenn Sie arbeiten müssen, sollten Sie das Antihistaminikum abends vor dem Schlaf einnehmen.
  • Verwenden Sie abschwellende Mittel, um die angeschwollene Haut in der Nase abschwellen zu lassen, damit Sie weniger Probleme beim Atmen haben. Sie können diese oral, z. B. in Form von Kapseln einnehmen oder nasal als Nasenspray einsprühen. Wenn die Symptome innerhalb von 5 Tagen nicht besser werden, sollten Sie die abschwellenden Mittel absetzen und Ihren Arzt aufsuchen.
  • Machen Sie eine spezifische Immunsystemtherapie (früher Hyposensibilisierung genannt). Dies ist eine Therapie, bei welcher Sie drei bis fünf Jahre lang den allergieauslösenden Stoff in steigender Dosis injiziert bekommen. Da diese Therapie Nebenwirkungen auslösen kann, ist ärztliche Aufsicht nach der Einnahme besonders wichtig. Die Immuntherapie ist wirksam bei Insektengift- und Hausstaubmilbenallergie sowie Heuschnupfen. Studien haben gezeigt, dass durch die Immuntherapie die Symptome zu über 80% heilbar sind. Es gibt auch eine Kurzzeittherapie, bei der Sie vor der Saison vier Spritzen erhalten. Diese wirkt bislang nur bei Pollenallergie. Mittlerweile gibt es noch eine relativ neue Behandlungsform, die sublinguale Immuntherapie. Bei dieser Therapie wird Ihnen die Lösung als Tropfen, Tabletten oder Spray unter die Zunge gegeben. Da die Nebenwirkungen geringer ausfallen, ist eine ärztliche Aufsicht nach der Einnahme nicht unbedingt nötig. Mit dieser Methode können die meisten Allergien, außer Insektengifte, behandelt werden.

 

Sie können auch folgende alternative Behandlungsmethoden probieren:

  • pflanzliche Heilmittel, z. B. Guduchi (Tinospora cordifolia) oder Brennnessel
  • homöopathische Mittel, z. B. Allium cepa oder Euphrasia
  • Hypnose
  • Akkupunktur
  • Traditionelle Chinesische Medizin
  • Hyposensibilisierung

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