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Überleben ohne Sauerstoff? - So lange klappt's

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:06
Wie lange hält es der menschliche Körper ohne Sauerstoff aus?

"Wenn ich dies oder das nicht darf, halte ich eifach die Luft an!" Viele Kinder versuchen auf diese Weise, sich bei ihren Eltern Gehör zu verschaffen bzw. sie so "unter Druck zu setzen", um einen bestimmten Wunsch durchzusetzen. Nicht immer gelingt es den lieben Kleinen jedoch, sich so gegen Mami und/oder Papi zu behaupten. Jedenfalls stellt sich in diesem Zusammenhang generell die Frage, wie lange die Kids wohl imstande wären, den Atem anzuhalten. Zehn Sekunden? Dreißig Sekunden? Eine Minute? Oder vielleicht doch länger? Und wie sieht es bei Erwachsenen aus? Wie lange können sie die Luft anhalten, ohne vor "Erschöpfung umzufallen" bzw. ohne, dass ihnen "schwarz vor Augen" wird?

  • Wer es mit dem "Luft anhalten" übertreibt, kann mitunter schwere gesundheitliche Beeinträchtigungen davontragen. 
  • So ist es zum Beispiel durchaus möglich, dass sich das Gehirn mangels Sauerstoff einfach "ausschaltet" und - selbst nach einem erfolgreichen Wiederbelebungsversuch - schwere Funktionsschäden aufweist. Mit der Konsequenz, dass dauerhafte (nicht heilbare) geistige Behinderungen bleiben.
  • Gleichwohl gilt es diesbezüglich zu berücksichtigen, dass bei einer derartigen Überstrapazierung des Gehirns - je nach körperlicher Konstitution - sogar der Tod eintreffen kann. 
  • Jeder Mensch sollte demgemäß nicht mit der eigenen Gesundheit "spielen" und das "Glück herausfordern".

Um so lange wie möglich ohne Sauerstoff überleben zu können, ist jede Menge Übung erforderlich. Aber nicht nur das, sondern auch Folgendes:

  • Übung
  • ein Höchstmaß an Konzentration
  • eine möglichst ruhige Umgebung
  • die Fähigkeit, sich nicht von äußeren Einflüssen ablenken zu lassen.

Kurioses zum Thema

Übung macht den Meister:

  1. Statistiken besagen, dass der geübte(!) Mensch in der Lage ist, die Luft bis zu drei Minuten lang anzuhalten.
  2. So kann diese durchaus beeindruckende Fähigkeit unter anderem auch in Elite-Einheiten der Marine beobachtet werden.
  3. Denn die Männer werden bereits im Rahmen ihrer Ausbildung ähnlichen Übungen ausgesetzt.

 

Kurioses:

  1. Darüber hinaus gibt es im südostasiatischen Raum einen Volksstamm, die es sich bereits seit vielen Jahrhunderten zur Aufgabe gemacht haben, ihre Nahrung aus dem Meer zu fischen. 
  2. Zu diesem Zweck werden möglichst junge, wendige Stammesbewohner "rekrutiert", die im Laufe ihres Lebens durch die täglichen Tauchgänge ein gewisses Lungenvolumen erlangen. So konnte ein Forscher-Team unlängst in buchstäblich atemberaubenden Bildern nachweisen, dass einige der diesem Stamm zugehörigen Menschen in der Lage sind, den Atem sage und schreibe 9 Minuten und 54 Sekunden lang anzuhalten. 
  3. Allerdings kommt es auch oder gerade bei diesen erfahrenen Tauchern immer wieder zu Todesfällen. Denn nicht nur, dass sie durch das lange Luftanhalten regelmäßig - wenn auch nur für wenige Sekunden - bewusstlos werden und so von den Mittauchern durch Unterwassermundzumundbeatmung gerettet werden müssen. 
  4. Sondern auch der Aspekt, dass sich bei besonders tiefen Tauchgängen in den Lungen der Apnoetaucher vermehrt Luftbläschen ansammeln, führt dazu, dass die Menschen Tag für Tag aufs Neue ihr Leben aufs Spiel setzen.

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