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Untersuchung auf Geschlechtskrankheiten - Was man erwarten kann?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:48
Häufig ein Tabu-Thema, vielen Menschen ist es unangenehm, und dennoch ist es manchmal notwendig.

Häufig ein Tabu-Thema, vielen Menschen ist es unangenehm, und dennoch ist es manchmal notwendig, sich damit zu befassen: Die Rede ist von Geschlechtskrankheiten. Besonders wenn doch einmal der Gang zum Arzt ansteht, wissen viele Menschen nicht, was sie dort erwartet, geschweige denn, an wen sie sich überhaupt wenden müssen.

  • Bei Frauen ist dies der Gynäkologe, bei Männern gibt es dafür die Andrologen.
  • Ein Blick in die Gelben Seiten genügt, um sich einen Überblick zu verschaffen. Wer sich dennoch unsicher fühlt, kann auch bei der Ärztekammer nachfragen, wo er einen Facharzt für Geschlechtskrankheiten in seiner Nähe findet.
  • Außer dem Andrologen kommen dafür auch noch Urologen oder sogar Dermatologen (Hautärzte) in Frage.

Die notwendigen Schritte sind nun folgende: 

  1. Termin beim ausgewählten Arzt ausmachen. 
  2. Vor dem Arztbesuch sich im Genitalbereich gründlich waschen.
  3. Versichertenkarte mitnehmen, evtl. auch eine Überweisung vom Hausarzt


In der Praxis läuft die Untersuchung dann wie folgt ab: 

  1. Zuerst führt der Arzt mit dem Patienten ein klärendes Vorgespräch, in welchem der Patient Gelegenheit hat, sein Anliegen und seine Beschwerden zu schildern.
  2. Der Arzt wird ihn nach seiner Krankheitsgeschichte befragen, z.B. ob schon einmal Erkrankungen im Genitalbereich vorlagen, oder ob Probleme beim Geschlechtsverkehr auftreten. So kann er sich ein genaues Bild vom Patienten machen.
  3. Zuletzt wird er noch den Ablauf der Untersuchung erläutern, bevor er mit dieser schließlich beginnt. Wenn der Patient Fragen hat, so sollte er diese nun ebenfalls stellen.
  4. Als nächstes entkleidet sich der Patient. Bei den meisten Ärzten gibt es extra eine Kabine oder einen Vorhang, hinter dem er sich die Hose ausziehen kann, bevor er sich auf eine Liege legt bzw. sich auf den Untersuchungsstuhl setzt.
  5. Für die eigentliche Untersuchung zieht sich der Arzt Gummihandschuhe über, um dann den Patienten an den Genitalien abzutasten und eventuelle Erkrankungen oder Unregelmäßigkeiten festzustellen. Bei Frauen verwendet der Gynäkologe ein Spekulum, mit welchem er die Scheidenwände zur Untersuchung auffaltet.
  6. Der Arzt verwendet häufig auch ein Wattestäbchen, mit welchem er über die Eichel reibt bzw. Scheidensekret aus der Scheide entnimmt, um sie unter dem Mikroskop auf Infektionskrankheiten zu untersuchen.
  7. Männer werden häufig auch noch an der Prostata untersucht, wofür der Arzt seinen behandschuhten Finger mit Vaseline einreibt und in den After einführt, um sie abzutasten.
  8. Nach der abschließenden Nachbesprechung ist oft noch ein weiterer Termin nötig, bei denen der Arzt mit dem Patienten die Ergebnisse der Untersuchung erörtert.

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