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Verlauf des Grippevirus in Deutschland

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:29
Der Verlauf des Grippevirus in den letzten Jahren erweist sich relativ konstant.

Der Verlauf des Grippevirus in den letzten Jahren erweist sich im Allgemeinen bezüglich des Zeitpunktes der Erkrankungen als relativ konstant. Interessant sind die neuen Möglichkeiten für Bürger, die eine Prognose durch die beteiligten Wissenschaftler genauer werden lässt. 

Peaks - auch ohne Impfung

Maxima zeigen sich in Form von Peaks in der grafischen Darstellung der Erkrankungszahlen. Diese Peaks traten in den letzten drei Jahren gehäuft und steigend ab der 32. Woche auf. Um die Weihnachtszeit und zur Jahreswende sind nochmals Maxima an Erkrankungszahlen anzutreffen. Nach der 8. Woche ebbt die Häufigkeit dagegen wieder zunehmend ab. 

Anders sieht es dagegen bei den Erkrankungszahlen aus. Hier gibt es von Saison zu Saison die meisten Schwankungen. Schwierig ist hiebei die Beurteilung von leichten Verlaufsformen wie bei der 2009 in Erscheinung getretenen pandemischen Grippe. 

Kurisositäten des Grippevirus

Erstaunlicherweise zeigte der Erreger eine eher entgegengesetzte Wirkung bezüglich des vermuteten Krankheitsverlaufs. Damit lassen sich aber auch keine Prognosen über zukünftige saisonale und pandemische Verläufe anstellen. Viren können jederzeit das Erbgut verändern und die Auswirkungen können verheerende Auswirkungen auf die Gesundheit der Bevölkerung haben. 

Erste Adresse für Bürger und Bürgerinnen online - Portal GrippeWeb

Interessant ist, dass jetzt die Genauigkeit der Vorhersagen für Deutschland durch Beteiligung der Bevölkerung verbessert werden kann. Je größer der Anteil der Bevölkerung ist, desto besser werden die Prognosen sein. Es ist also wünschenswert, dass viele Bürger und Bürgerinnen die Möglichkeit nutzen, sich an dem vom Robert Koch-Institut (RKI) initiierten Projekt zu beteiligen. Das Portal GrippeWeb steht allen Bürger und Bürgerinnen offen, um selbst Daten zu akuten Atemwegserkrankungen online beizusteuern und damit die Aussagekraft von Prognosen noch zu erhöhen. Die wissenschaftlichen Auswertungen des RKI werden jeweils im Epidemiologischen Bulletin veröffentlicht. 

Erfasst werden die Raten für ARE und die ILI und gegeneinander verglichen. Hinter der Abkürzung ARE stehen akute Atemwegserkrankungen; hinter ILI stehen die grippenähnlichen Erkrankungen. Das ILI ist laut Definition das Auftreten von Fieber in Kombination mit zusätzlich auftretendem Husten oder Halsschmerzen. Die ARE Erkrankungsgruppen werden auch nach Altergruppen erfasst. Das Grippeweb kann durch diesen Link erreicht werden.

Grippe und Arbeit - Arbeitsgemeinschaft beim RKI

Die Arbeitsgemeinschaft Influenza bietet unter anderm eine saisonale wie auch eine wöchentlich aktualisierte Übersicht, Bericht und animierte Sequenzen über den Verlauf des Grippevirus in Deutschland. Die Informationen können bundesweit als zusammengefasste Darstellung oder detailliert und auf die Länder bezogen abgefragt werden. Diese steht unter dieser Internetadresse zur Verfügung.

Smarter Weg 2.0 hilft Wissenschaft weiter - Online Medien und Smartphone-Verbreitung

In Zukunft sollen die Vorhersagemodelle durch soziale Medien und Microblogging, wie beispielsweise Twitter, Facebook, die Zuverlässigkeit und Geschwindigkeit für die Prognosestellung deutlich verbessern. Die zunehmende Verbreitung online-fähiger Smartphones erleichtert den Zugang für den Bürger und die Wissenschaft profitiert ebenso davon. 

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