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Verschiedene Reaktionstypen bei Allergien? - Das gibt es zu wissen

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:27
Bei einer allergischen Reaktion ist der Ablauf in unserem Immunsystem gestört. Anstatt Immunität gegen Allergene zu entwickeln...

Bei einer allergischen Reaktion ist der Ablauf in unserem Immunsystem gestört. Anstatt Immunität gegen Allergene zu entwickeln, indem die weißen Blutzellen Antikörper produzieren, werden zu viele Antikörper, auch gegen harmlose Stoffe hergestellt. Dadurch setzt der Körper Histamin frei, welches die Allergie hervorruft. Dadurch wird unser Körper extrem sensibel gegenüber des Allergens, wodurch bereits eine kleine Menge zu heftigen Reaktionen führen kann. Welche diese sind, wird im Folgenden geklärt.

Allergische Reaktion auf der Haut

Reaktion bei direktem Hautontakt:

  • Der Ausbruch einer Allergie auf der Haut nach dem Kontakt mit dem Allergen ist entweder direkt oder nach einigen Stunden sogar bis zu 2 Tage später zu verzeichnen. Es entstehen Rötungen, Schwellungen und Juckreiz. Zudem können kleine und auch größere mit Wasser gefüllte Bläschen entstehen. Schuppenbildung sowie Eiter sind weitere Anzeichen.
  • Bei regelmäßigem Kontakt mit dem Allergen entsteht ein Chronisches leiden, was dazu führt, dass die Symptome praktisch dauernd vorhanden sind.

Angeborene Allergie sowie indirekter Kontakt:

  • Wird das Allergen durch die Nahrung aufgenommen oder besteht seit frühster Kindheit Neurodermitis entstehen Ekzeme. Der Hautauschlag tritt so bereits früh vor allem im Kopfbereich sowie an den Gelenken auf. Diese Allergie zeigt die Symptome in Schüben, sprich für eine bestimmte Zeit sind treten die Ekzeme auf und verschwinden auch wieder.

Allergische Reaktion in den Augen

  • Auch wenn das Auge bzw. die Bindehaut sehr empfindlich ist, treten hier mit einer Ausnahme nur dann allergische Reaktionen auf, wenn ein direkter Kontakt stattfand.
  • Es entstehen Rötungen, Schwellungen, Juckreiz und natürlich die Bindehautentzündung.
  • Einzige Ausnahme sind Atemwegserkrankungen wie Schnupfen, bei denen sich zusätzlich die Augen röten.

Allergische Reaktion in den Atemwegen

  • Zu Reaktionen in den Atemwegen kommt es dann, wenn Allergene wie Pollen z.B. durch die Luft in die Nase gelangen. Dies führt dann zu einer Schwellung der Nasenschleimhaut, was ein Verstopfen der Nase mit sich führt. Zudem kommt eine laufende sowie juckende Nase.

Hausstauballergie:

  • Bei dieser Allergie bestehen die Beschwerden das ganze Jahr über und zeigen sich vor allem dadurch, dass die Nase morgens verstopft ist und in der Nacht läuft.

Heuschnupfen:

  • Hier tritt die allergische Reaktion nur bei gutem Wetter bzw. in der Pollenzeit auf und verschlechtert sich den Tag über, während sie abends leicht abklingt.
  • Die Beschwerden können hier sehr vielfältig sein, je nach Stärke der Allergie. Normalerweise läuft und juckt die Nase gepaart mit ebenfalls juckenden und rötenden Augen. Bei manchen Personen jedoch können sogar Kopfschmerzen oder Fieber auftreten.

Tierhaarallergie:

  • Am stärksten zeigen sich hier die Beschwerden, wenn sich das Tier im selben Raum befindet, aber bereits einzelne Haare können schon zu einer allergischen Reaktion führen. Neben leichtem Schnupfen reichen die Symptome bis hin zum Asthma oder Atemnot. Selten ist es auch ein lang anhaltender Husten.

Allergische Reaktion im Verdauungstrakt

  • Die Schleimhäute des Magen-Darm-Trakts reagieren dann, wenn Nahrung mit einem Allergen sowie industriellen Inhaltsstoffen aufgenommen wurden. Dies zeigt sich dann bereits im Mund, durch ein Kribbeln, Schluckbeschwerden oder im Extremfall durch Atemnot.
  • Weiter zeigen sich die Reaktionen durch Magenschmerzen, Erbrechen, Blähungen und Durchfall. Es kann zudem auch zu einer Entzündung kommen.

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