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Wann geht man zum Psychologen und wann zum Psychiater?

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:36
Worin sich Psychologen und Psychiater genau unterscheiden und wann man wessen Hilfe aufsuchen sollte, wird im Folgenden erläutert.

Entgegen der weit verbreiteten Annahme, dass es sich bei Psychologen und Psychiatern um zwei Bezeichnungen für ein und denselben Beruf handelt, nutzen beide unterschiedliche Methoden und Herangehensweisen um psychisch erkrankten Menschen zur Besserung zu verhelfen. Worin sich Psychologen und Psychiater genau unterscheiden und wann man wessen Hilfe aufsuchen sollte, wird im Folgenden erläutert.

Der Psychologe

Die Grundlage der Berufsausbildung eines Psychologen besteht aus einem universitärem Studium der Psychologie. Nach abgeschlossenem Hochschulstudium können Psychologen mit der Arbeit in vielen verschiedenen Bereichen, wie in etwa der Forschung, Unternehmensberatung und natürlich der Therapie von psychisch kranken Menschen beginnen.

Mit Hilfe von Methoden wie der Psychoanalyse, in der unbewusste seelische Vorgänge und Probleme ergründet und verstanden werden sollen, versuchen Psychotherapeuten Menschen mit psychischen Erkrankungen konkrete Wege und Handlungsweisen aufzuzeigen, die zur Besserung der Problematik führen sollen.

Dies geschieht üblicherweise in einer Gesprächstherapie, genauer gesagt in einer Psychotherapie, die je nach Problematik über einen bestimmten Zeitraum regelmäßig stattfindet.

 

Der Psychiater

Anders als bei Psychotherapeuten, bildet ein Medizinstudium das Fundament der Arbeit der Psychiater. Es handelt sich also um Fachärzte, die sich während des Studiums dem Fachbereich der Psychiatrie angenommen haben.

Der wohl größte Unterschied zwischen der Arbeitsweise von Psychologen und Psychiatern, besteht in der Behandlungsweise psychisch Kranker Menschen. Im Fokus der Behandlung liegen chemische Prozesse und körperliche Auslöser psychischer Erkrankungen, die mit Hilfe von Medikamenten wie Antidepressiva und Neuroleptika therapiert werden sollen.

Gespräche finden hier üblicherweise nur zur Diagnosestellung statt, nicht in etwa als Psychotherapie oder Psychoanalyse.

 

Fazit

Wenn eine psychische Erkrankung die Lebensqualität einschränkt, ist das Aufsuchen professioneller Fachkräfte dringend notwendig. Da zumeist sowohl eine Gesprächstherapie, sowie eine medikamentöse Behandlung nötig ist, reicht die Behandlung durch nur einen der beiden Experten nicht immer aus.

Beste Genesungschancen lassen sich also in einer Kombination der Therapieformen finden.

Wichtig ist, dass überhaupt Hilfe in Anspruch genommen wird, denn beide Experten arbeiten in der Regel ohnehin gemeinsam an der Behandlung ihrer Patienten.

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