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Wann zum Orthopäden? Diese Beschwerden sprechen dafür

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:36
Die Einen lächeln sich die Beschwerden weg, die Anderen denken gleich an den Facharzt.

Die Einen lächeln die Beschwerden weg und die Anderen überlegen, ob sie sich einen Termin beim Facharzt, einem Orthopäden, besorgen. Aber muss man tatsächlich gleich zum Orthopäden? Dieser und anderen Fragen soll an dieser Stelle einmal auf den Grund gegangen werden...

Von der kleinen Unpässlichkeit zum Bandscheibenvorfall

Schmerzen sind vielfältig und immer da, wenn mann sie gerade nicht braucht. Einmal meldet sich, wie gesagt, der Rücken, ein anderes Mal schmerzt das Bein, vielleicht sogar auf Grund einer Fehlstellung. Aber gleich zum Orthopäden? Ja, unter Umständen, sagen die Spezialisten der Branche. Der Orthopäde hilft, wenn es um Vorbeugung, Entstehung, Erkennung und die richtige Behandlung von Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparates geht. Das kann Knochen, Sehnen, Muskeln und die Gelenke betreffen. Nun muss nicht jedes Mal, wenn der Rücken mit Schmerzen reagiert, der Weg sofort zum Orthopäden führen, da es sich eventuell um ein vorübergehendes Rückenproblem handeln könnte. Halten die Beschwerden jedoch über einen längeren Zeitraum an, gestalten sich sehr intensiv und sind ständig präsent, dann sollte doch erwogen werden, den Facharzt um Rat zu fragen. Stellt sich dann noch unter Umständen ein Taubheitsgefühl ein, sind Finger, Hände, Arme sowie Beine betroffen, steht vielleicht der klassische Bandscheibenvorfall ins Haus, und Nerven sind in Mitleidenschaft gezogen. Blasen- und Darmprobleme, die im Zusammenspiel mit Rückenschmerzen auftreten, können auch ein eindeutiger Hinweis sein. Auch sogenannte Fehlstellungen sind eine "Baustelle" für den Orthopäden.

Ach ja, die Nacken-Schmerzen, und, und, und...

Auch Knie- und die berühmten Nacken-Schmerzen sind heute ein Grund, den Rat des Orthopäden einzufordern. Nicht immer können Nacken-Schmerzen mit einer kleinen Verspannung gleichgesetzt werden. Gerade sie können vielfach ihre Ursachen in einer Fehlstellung haben. Es ist auch immer nicht nur der natürliche Verschleiß, der den Gang zum Facharzt unumgänglich macht, vielfach können auch Überbelastungen und unausgewogene Ernährung weitere Gründe darstellen. Auch Schulter, Unterarm, Unter- und Oberschenkel, Hüftgelenk, Kniegelenk, Sprunggelenk und Fuß können zunehmend betroffen sein. Selbst Eingriffe an Nerven & Gefäßen sowie bei Infektionen an Knochen, Weichteilen und Gelenken sind "Arbeit" für den Orthopäden. 

Bewegung an erster Stelle

Nun kann aber auch ein pfeilschneller Schmerz die Rückenmuskulatur erreichen. Der so Geplagte meint, nichts geht mehr. Aber er ist nicht allein, vier von fünf Menschen werden im Laufe ihres Lebens von Rückenschmerzen heimgesucht. Leider gibt es auch einen Negativtrend, denn schon 12-Jährige fallen mit Bandscheibenvorfällen in Erscheinung. Einziges probates Mittel dagegen - Bewegung, Bewegung und noch einmal Bewegung. Operationen sind heute die absolut letzte Alternative, deshalb sollte man sich dem Zauberwort, das Bewegung heißt, nicht verschließen. 25 Millionen Deutsche haben ein Kreuz mit dem Kreuz, und es werden immer mehr. Fernseher und Computer werden zur Geißel der Menschheit, denn schon jetzt wächst die Generation der ewig Sitzenden heran. Dieses Verhalten leistet den Verschleißerscheinungen regelrecht Vorschub, und die Reglosigkeit wird weiter um sich greifen. 

Der Gang zum Facharzt sollte aber sofort erfolgen, wenn Rückenschmerzen in Arme und Beine ausstrahlen. Taubheitsgefühle in diesen Regionen und eine eingeschränkte Atmung dulden keinen Aufschub, hier ist der Orthopäde immer sofort der richtige Ansprechpartner...

 

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