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Warum auch zu viel Schlaf ungesund ist

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:36
Immer wieder taucht die These auf, dass zu viel Schlaf ungesund sei.
Doch ist diese Aussage richtig? Und wenn ja, welche Gründe hat diese Tatsache? Hier erfährst Du, warum auch zu viel Schlaf tatsächlich ungesund ist.

 

Short Facts

  • Zu viel Schlaf ist negativ für die Gesundheit.
  • Das Krankheitsrisiko und die Sterberate sind bei zu viel Schlaf erhöht.
  • Es kommt unter anderem zu Rückenschmerzen.
  • Der Körper muss auch beim Schlafen Hochleistungen vollbringen.
  • Schlafen ist ein anderer Zustand vom Wachsein.
  • Sechs bis acht Stunden benötigt der Mensch im Durchschnitt.
  • Genetik und Alter entscheiden, wie viel Schlaf der Mensch am Tag braucht.

 

Das Gleichgewicht ist wichtig

"Noch weitere fünf Minuten" - Gedanken, die sicherlich jeder schon einmal morgens gehabt hat, als der Wecker früh geklingelt hat. Vor allem montags ist es für viele Menschen schwer, nach einem erholsamen Wochenende früh aufzustehen. Doch dabei ist Vorsicht geboten: Denn nicht nur zu wenig Schlaf kann negativ für die Gesundheit sein. Auch zu viel Schlaf kann die Gesundheit negativ beeinflussen.

Wichtig ist das Gleichgewicht zwischen dem Schlafen und der Wachphase. Zahlreiche Studien haben bereits bewiesen, dass zu viel Schlaf das Krankheitsrisiko und die Sterberate erhöhen.

Weitere Untersuchungen, die in den USA und in Großbritannien angestellt wurden, können diese These ebenfalls bestätigen. Jedoch ist bisher ungeklärt, wieso zu viel Schlaf negativ für die Gesundheit ist.

Wer zehn bis zwölf Stunden im Bett liegt, wird nicht selten über weitere Beschwerden klagen. Oftmals werden diese vor allem in Form von Rückenschmerzen zu spüren sein. Das all zulange Liegen ist weder für den Rücken, noch für andere Körperteile gesund.

 

Eine andere Phase des Wachseins

Viele Menschen denken nach wie vor, dass sich der Körper beim Schlafen erholt und die Funktionen dabei stark eingeschränkt seien. Dass der Körper Schlaf benötigt, ist natürlich nicht anzuzweifeln.

Doch auch beim Schlafen werden dem Körper Höchstleistungen abverlangt. Unter anderem werden Erinnerungen verarbeitet, die sich z. B. in Träumen widerspiegeln. Zudem wird die Wundheilung beim Schlafen beschleunigt.

Ebenfalls regenerieren sich die Organe beim Schlafen schneller als im Wachzustand (Grund für künstliches Koma bei Schwerverletzten). Daher lässt sich tatsächlich sagen, dass der Schlaf nur ein anderer Zustand des Wachseins ist. Der Körper verbraucht in etwa genauso viel Energie beim Schlafen wie tagsüber.

 

Harte Fakten

Wie viel Stunden Schlaf der Mensch am Tag benötigt, lässt sich pauschal nicht beantworten. Die meisten Menschen kommen jedoch mit sechs bis acht Stunden aus. Doch nicht nur die Dauer des Schlafens spielt dabei eine wichtige Rolle. Auch ist es entscheidend, wie ruhig der Schlaf ist. Jemand, der nachts öfter aufwacht, wird mehr Schlaf benötigen, als jemand, der sechs bis acht Stunden problemlos durchschlafen kann. Auch hängt es von der Genetik und dem Alter ab, wie viel Schlaf der Mensch am Tag benötigt. 

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