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Warum schädigt UV Strahlung unsere Hautzellen?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:50
Die Sonne ist für das Leben auf unserer Erde elementar wichtig.
Doch auch die Sonne hat ihre Schattenseiten - so werden sicher die meisten von uns schon mal einen Sonnenbrand gehabt haben. Für die zumeist schmerzhafte Erfahrung sind die sogenannten UV-Strahlen verantwortlich, aber warum genau schädigen sie eigentlich unsere Hautzellen?

  • Besonders Kinder in den ersten Lebensjahren sind sehr gefährdet, da ihre Haut relativ dünn ist, keine Hornhaut bildet und nicht ausreichend bräunt. Hier gilt es die direkte Sonneneinstrahlung so gut wie möglich zu vermeiden (z.B. entsprechende Kleidung, Aufenthalt im Schatten oder Wohnbereich).
  • Zu hohe Dosen von UV-Strahlen führen zu langfristigen Hautveränderungen (z.B. Alterung, Pigmentstörung, und vor allem Hautkrebs) und Augenschäden (z.B. Grauer Star)
  • Da ein Sonnenbrand meistens relativ schnell wieder verheilt werden die langfristigen Gefahr oft unterschätzt. Dies ist u.a. ein Grund für die starke Zunahme an Hautkrebs, der nicht selten tödlich endet.
  • Besondere Vorsicht gilt in Hochlagen, da hier im Gegensatz zur Bodennähe nicht alle kurzwelligen, energiereichen UV-Strahlen durch die Atmosphäre herausgefiltert werden.

  • UV-Strahlen sind Bestandteil des nicht sichtbaren Spektrums des Sonnenlichts und zeichnen sich durch eine relativ hohe Energie aus. Von den UV-Strahlen erreichen nur die längerwelligen UV-A -und UV-B-Strahlen den Menschen. Die kürzerwelligen restlichen UV-Strahlen werden in der Atmosphäre absorbiert. Das Verhältnis von UV-A- zu UV-B-Strahlen im Sonnenlicht ist ca. 500 bis 1000 zu 1.
  • Von den UV-A-Strahlen erreichen ca. ein Drittel die tieferen Schichten der Haut (Lederhaut). Sie bewirken dadurch vor allem eine Veränderung der Haut (=> Hautalterung) bei regelmäßiger Bestrahlung und weniger den typischen Sonnenbrand. 
  • Die UV-B-Strahlen können ebenfalls bis zur Lederhaut eindringen, wirken jedoch besonders intensiv auf die Oberhaut und sind Hauptverursacher des Sonnenbrandes. Hohe Dosen können direkt die DNS der Hautzellen verändern, indem sich zwei Thyminbasen zu einem Dimer verbinden.
  • Durch die hohe Energie der UV-Strahlung entstehen im Zellgewebe der Haut sogenannte freie Radikale. Diese hochreaktiven Moleküle schädigen u.a. die Zellmembran, Enzyme und die DNS.
  • Durch die Schädigung der Hautzellen kommt es zu lokalen Entzündungsreaktionen. Infolge der Erweiterung der Gefäße rötet sich die Haut was allgemein als Sonnenbrand bezeichnet wird. 
  • Schäden an der DNS behindern den korrekten Ablauf der Replikation während der Zellteilung. So kann es zu Mutationen kommen, welche Krebs auslösen können.

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