Foto: Shutterstock.com

Warzen selbst entfernen? - So geht's

Drucken
Letztes Update am 22.10.2014, 14:16
Warzen sind eine unfeine Sache, sowohl aus gesundheitlicher wie auch aus ästhetischer Sicht...
Dabei resultieren sie nicht, wie über lange Zeit im Zuge einer jahrhundertealten Mythenbildung propagiert wurde, aus einem Mangel an Hygiene, sondern sie werden von den sogenannten Papillomviren hervorgerufen. Oftmals sind diese äußerst hartnäckig und Patienten versuchen nicht selten über Jahre hinweg, sie loszuwerden. Häufig sind ihre Bemühungen nur von kurzfristigem Erfolg - die Warzen oder ganze Warzenbeete bilden sich neu aus, weil die Viren noch immer umtriebig sind. Neben der Möglichkeit, in dieser unangenehmen Angelegenheit einen Arzt zu konsultieren, gibt es auch eine Reihe von Methoden, wie man in Eigenregie den lästigen Hautwucherungen beikommen kann.

So klappt´s

  • Zum einen gibt es eine ganze Palette an rezeptfreien Lösungen und Tinkturen, die direkt auf die Warzen aufgetragen werden und die Verhornung Schicht für Schicht auflösen. Die Anwendung muss regelmäßig über Wochen hinweg und dabei bis zu viermal täglich stattfinden, damit es zu einer erfolgreichen Behandlung kommen kann. 
  • Die einzelnen Präparate unterscheiden sich nicht wesentlich voneinander, mit Salicylsäure haben sie alle denselben Wirkstoff. Problematisch ist in diesem Zusammenhang, dass es beim Auftragen der Tinkturen zu Hautirritationen kommen kann und die Behandlung solange ausgesetzt werden muss, bis die Symptome wieder abgeklungen sind.
  • Daneben gibt es eine nicht unbeträchtliche Anzahl an Haus- bzw. Naturheilmittel, deren Wirksamkeit allerdings nicht immer unumstritten ist.
  • Zu nennen wäre hier der in der chinesischen traditionellen Medizin als Universalheilmittel geschätzte Tiger Balm, der durchblutungsfördernd und lindernd wirkt. Zwar ist Tiger Balm nicht dezidiert anerkannt als Mittel zur Behandlung von Warzen, allerdings gibt es eine Vielzahl von Anwendern, die die Effizienz des Allzweckheilmittels bestätigen. 
  • Teebaumöl fällt in dieselbe Kategorie, insofern ist es ebenso ein Mittel, das gegen viele unterschiedliche Hautleiden zum Einsatz kommt. Es wird mit einem Wattestäbchen mehrmals täglich aufgetragen, bei größeren Warzen wird ein Wattestück mit dem Öl beträufelt und auf der Hautwucherung fixiert. 
  • Allerdings muss es vom Patienten zuerst in kleinen Mengen auf seine Verträglichkeit hin getestet werden, da eine allergische Reaktion nicht auszuschließen ist.
  • Dieselbe Anwendung wird auch mit Rizinusöl empfohlen, teilweise auch in Kombination mit Knoblauch, indem eine Zehe mit einem medizinischen Klebeband auf die zuvor mit Rizinusöl beträufelte Warze geklebt wird. Das Ganze sollte man über Nacht einwirken lassen und am darauffolgenden Tag mit lauwarmem Wasser abspülen. 
  • In der Behandlung von Warzen sollen sich auch Schöllkraut und Apfelessig bewährt haben. Letzteres beispielsweise wird einfach dahingehend eingesetzt, indem ein Wattestück beträufelt und auf der zu behandelnden Stelle ebenfalls wieder mit medizinischem Klebeband fixiert wird. 
  • Über Nacht einwirken lassen und die Prozedur über mehrere Tage hinweg wiederholen. Als ganz simple und nachweislich erfolgreiche Methode gilt das Anbringen eines gewöhnlichen, im Optimalfall medizinischen Klebebands auf der betroffenen Stelle. Die völlig nebenwirkungsfreie Behandlung soll binnen zwei Monaten erfolgreich abgeschlossen und äußerst effizient sein.

Kommentare