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Was ist der Unterschied zwischen Diabetes Typ 1 und Typ 2?

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:17
Diabetes gehört zu den am häufigsten vorkommenden Krankheiten.

Der Diabetes mellitus gehört zu den am häufigsten vorkommenden Stoffwechselkrankheiten überhaupt. Schon Kinder erkranken an Diabetes mellitus. Es gibt zwei verschiedene Arten von Diabetes. Diabetes mellitus Typ1 und der Diabetes mellitus Typ2. Der Unterschied zwischen diesen beiden Diabetesausprägungen liegt daran, das bei der Diabetes mellitus I, der Körper die Produktion von Insulin völlig eingestellt hat, während bei der Diabetes mellitus II, der Körper nicht mehr richtig auf die Insulinausschüttung reagiert. Je eher der Diabetes erkannt wird, desto besser kann dem Betroffenen geholfen werden. Mit einer entsprechenden Behandlung kann der Betroffene ein fast Gesundes Leben führen.

Unterschiede

Diabetes 1

  • Der Diabetes mellitus Typ I, auch "jugendliche Diabetes" genannt, tritt meist noch vor dem 40. Lebensjahr auf. Durch die Einstellung der Produktion von Insulin im Körper sind die Zellen nicht mehr in der Lage Glukose aufzunehmen.
  • Die Ursache für die Erkrankung liegt an einer Autoimmunerkrankung des Körpers. Das Immunsystem im Körper erkennt die körpereigenen Antigene nicht, was wiederum die Autoimmunerkrankung auslöst. Eine Autoimmunreaktion richtet sich hierbei gegen die insulinproduzierenden Zellen, sodass der Körper kein Insulin mehr erhält.
  • Da das Insulin jedoch lebensnotwendig ist, muss es auf jeden Fall ersetzt werden. In den meisten Fällen einer Erkrankung der Diabetes mellitus Typ 1 wird dem Körper eine regelmäßige Insulingabe durch Insulinspritzen zugeführt.

Diabetes 2

  • Diabetes mellitus 2, auch "Alters-Diabetes" genannt, tritt meist erst im Alter von 50 Jahren auf. Die Ursachen für die Erkrankung können eine familiäre Veranlagung sein, doch auch Übergewicht und Bewegungsmangel können die Entstehung der Krankheit begünstigen.
  • Beim Diabetes mellitus Typ 2 produziert der Körper zwar noch Insulin, aber nicht mehr in ausreichender Menge. Durch zu viel aufgenommene Kalorien und zu wenig Bewegung entsteht im Körper ein erhöhter Insulinspiegel.
  • Die in der Bauchspeicheldrüse befindlichen insulinbildenden Zellen versuchen nun durch eine Mehrproduktion an Insulin, diese verminderte Insulinwirkung auszugleichen.
  • Durch dieses pausenlose Arbeiten der Zellen kommt es zu einer Erschöpfung der Zellen und die Muskelzellen, ebenso wie das Fettgewebe, reagieren nicht mehr auf das Insulin. Das heißt, sie können keine Glukose mehr aufnehmen. Ärzte sprechen in diesem Fall, von einer Insulinresistenz.
  • In den meisten Fällen wird eine Erkrankung der Diabetes Typ 2 eher zufällig entdeckt, da über Jahre hinweg keine Beschwerden auftreten.

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