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Was ist Harnsäure? - Begriff und mögliche Probleme

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:19
Harnsäure wird über die Nieren ausgeschieden, und kann Auslöser der Gicht sein.

Harnsäure wird durchgehend zu jeder Minute in jeder Körperzelle gebildet, und dann als Endprodukt des Stoffwechsels zum größten Teil über den Urin ausgeschieden. Sind die Harnsäurewerte im Blut zu hoch, ist das ein Zeichen dafür, dass Abbau und Ausscheidung nicht optimal funktionieren.

  • Bei Männern liegt der durchschnittliche Wert zwischen 3,4 und 7,0 mg - bei Frauen zwischen 2,4 und 5,7 mg je 100 ml.

Was ist Harnsäure

  • Der größte Teil der Harnsäure wird über den Urin ausgeschieden. Geringe Mengen können jedoch auch über den Schweiß und den Darm ausgeschieden werden. Purine, die in tierischen und pflanzlichen Zellen vorkommen, werden zum einen selbst vom Körper gebildet, zum anderen werden sie täglich über die Nahrung aufgenommen. Später werden die Purine abgebaut, und es bildet sich Harnsäure. Diese wird wie beschrieben über die Nieren ausgeschieden. Ist das nicht der Fall, dann kann es zu verschiedenen Krankheiten und Symptomen kommen.
  • Wird die Harnsäure nicht ausgeschieden, dann konzentriert sie sich, wodurch sich Kristalle bilden können. Diese Kristalle können sich dann als Nierensteine absetzen, oder es entsteht eine Gicht. Bei der Gicht lagern sich diese Kristalle nicht in der Niere oder der Blase, sondern in den Gelenken ab.
  • Die Gründe, warum der Harnsäurespiegel zu hoch ist, können unterschiedlich sein. Eine gestörte Funktion der Nieren kommt ebenso in Betracht, wie falsche Ernährung, Alkoholkonsum und eine zu purinreiche Kost aus viel Fleisch. Aber auch eine lange und strenge Fastenkur kann die Harnsäurewerte schnell in die Höhe treiben. Ist der Harnsäurespiegel aber weit unter der Norm, dann ist dies oft ein Anzeichen für eine Erkrankung der Leber.
  • Neben der Gabe von Tabletten, die immer der Arzt verschreiben muss, kann auch eine Ernährungsumstellung helfen, um den Harnsäurespiegel wieder zu senken, und so auch die Beschwerden zu lindern. Dabei müssen Lebensmittel gemieden werden, die viel Purin enthalten. Das sind unter anderem Fleisch und Fisch, aber auch Hülsenfrüchte und Hefe. Wer jedoch nicht auf Fleisch verzichten möchte, der sollte dieses kochen und nicht braten, denn beim Kochen gelangt der größte Anteil an Purin in die Kochflüssigkeit, und kann danach abgeschüttet werden.
  • Wer zu hohe Werte hat, sollte zudem möglichst viel trinken. Gut geeignet sind Mineralwasser, Tee und auch Kaffee ist erlaubt. Zu meiden sind jedoch alkoholische Getränke, da diese den Stoffwechsel beeinflussen. Die empfohlene Trinkmenge liegt zwischen 2 und 3 Liter pro Tag, sodass dem Körper über den ganzen Tag verteilt regelmäßig Flüssigkeit zugeführt werden kann. Daher sollten Patienten die an einem erhöhten Harnsäurewert leiden, Hungerkuren oder auch Alkoholexzesse unbedingt meiden.

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