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Was kann man gegen eine Pollenallergie tun?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:42
Sobald das Frühjahr kommt, beginnen die Pflanzen zu blühen und damit die Pollen zu fliegen.
Viele Menschen leiden unter einer Pollenallergie. Sie reagieren mit Schnupfen sowie brennenden und tränenden Augen auf die Pollen bestimmter Pflanzen.

 

In schweren Fällen führt dies zu Asthma. Auch Kreuzallergien mit bestimmten Nahrungsmitteln, z. B. Nüssen und Äpfeln, treten bei vielen Betroffenen auf.


Bevor mit einer Behandlung der Allergie begonnen wird, muss bei einem Besuch beim Facharzt, dem Allergologen, geprüft werden, auf welche Pollenarten der Patient allergisch ist. Dabei ist es wichtig, den Arzt genau über die Symptome und über die Zeit, in der die Beschwerden auftreten, zu informieren. Es ist sinnvoll, ein Tagebuch zu führen über die Beschwerden und auch über die Wetterbedingungen, da die Symptome bei schönem Wetter verstärkt auftreten und bei Regenperioden meist abklingen.

 

Der Arzt trägt verschiedene Pollenextrakte auf die Haut des Patienten auf oder ritzt die Haut oberflächlich leicht ein, um die Extrakte aufzutragen. Nach kurzer Zeit zeigt sich bei den für die Allergie verantwortlichen Pollen eine Rötung oder ein Jucken. So kann der Arzt ziemlich genau festlegen, auf welche Pollen der Patient allergisch ist, um dann Schritte zur Behandlung einzuleiten.

Bitte beachten

  • Da eine medikamentöse Behandlung in Betracht kommt, die zum Teil mit starken Medikamenten wie Cortison erfolgt, ist es wichtig, sich genau über die Nebenwirkungen der Medikamente zu informieren und abzuwägen, in welchem Verhältnis die Nebenwirkungen zu einem zu erwartenden Nutzen stehen. 
  • Wichtig ist, den Arzt über Vorerkrankungen sowie chronische Erkrankungen zu informieren sowie über ständig eingenommene Medikamente, um Wechselwirkungen auszuschließen.

Es gibt mehrere Möglichkeiten, die Beschwerden der Pollenallergie zu bekämpfen und dauerhaft so gering wie möglich zu halten:

Medikamentöse Behandlung

  1.  Sie ist nur eine kurzfristige Lösung, um die Beschwerden zu lindern oder bei vorausgesagtem Pollenflug die Beschwerden zu vermeiden. 
  2. Verschiedene Medikamente auf chemischer Basis werden angewendet, die nur die Symptome, nicht jedoch die Ursache bekämpfen. So können die Beschwerden der Pollenallergie immer wieder auftreten.


Hyposensibilisierung

  1. Dies ist eine langfristige Methode, die das Ziel hat, die Pollenallergie auf Dauer zu bekämpfen. Sie wirkt gezielt gegen die Ursachen der Pollenallergie. 
  2. Der Betroffene bekommt mehrere Jahre lang in bestimmten Abständen kleine Mengen der Pollen, die die Allergie auslösen, unter die Haut gespritzt. 
  3. Der Patient soll sich an diese Pollen gewöhnen und dagegen immun werden. Mit der Zeit wird die zu spritzende Pollenmenge allmählich gesteigert.


Persönliches Verhalten

  1.  Ein wichtiger Schritt ist es, den Kontakt mit den Pollen, welche die Allergie auslösen, zu vermeiden. Das ist nicht immer einfach, da die Pollen zum Teil weite Strecken zurücklegen. Wer es sich zu dieser Zeit erlauben kann, sollte in eine Gegend reisen, in der die entsprechenden Pollen nicht oder erst zu  einem späteren Zeitpunkt auftreten.
  2. Es empfiehlt sich, vor dem Zubettgehen die Haare zu waschen, um die Pollen herauszuspülen und den Kontakt in der Nacht damit zu vermeiden.
  3. Lässt man das Fenster im Schlafzimmer tagsüber geschlossen, können die Pollen nicht hinein fliegen. Statt dessen sollte man lieber bei offenem Fenster schlafen.


Bei einer Kreuzallergie 

  1. Es empfiehlt sich, den Rat eines Ernährungsberaters einzuholen und mit ihm Alternativen zu den Lebensmitteln, die allergische Reaktionen auslösen, herauszufinden. 
  2. Der Verzehr von Nüssen und Schokolade ist zu vermeiden. Wird das Obst oder Gemüse, welches Beschwerden hervorruft, in gekochtem Zustand verzehrt, können oft allergische Reaktionen bereits ausgeschlossen werden. 
  3. Bei Äpfeln sollte man auf altbewährte Sorten zurück greifen, die noch nicht überzüchtet sind. Sie lösen keine oder nur geringe Reaktionen aus.


Alternative Medizin 

  1. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die Pollenallergie schonend zu behandeln. Dies erfolgt mit Medikamenten auf pflanzlicher Basis, die keine oder nur sehr geringe Nebenwirkungen haben und sich zumeist positiv auf den gesamten Organismus auswirken. 
  2. Ein Besuch bei einem Heilpraktiker kann hilfreich sein. Der Heilpraktiker empfiehlt ein Medikament, welches in der Apotheke rezeptfrei erhältlich ist. 
  3. Indisches Lungenkraut, welches in der Apotheke als Klosterfrau Allergin Globuli zu haben ist, ist sehr wirksam und kann auch bei Kindern angewendet werden. 
  4. Ein weiteres hilfreiches Medikament ist Schwarzkümmelöl. Verdünnte Extrakte des Kleinen Goldregens helfen ebenfalls gegen Heuschnupfen. Ihre Wirkung ist wissenschaftlich nachgewiesen. 
  5. Tee aus frischen Brennnesseln hat eine positive Wirkung auf das allgemeine Wohlbefinden. Trinkt man täglich eine Tasse davon, so kann man die Beschwerden einer Pollenallergie auf sanfte Weise lindern.

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