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Was man über Vitamin B12 wissen sollte?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:48
Der Begriff Vitamin B12 ist ein Sammelbegriff für Cobalamine.
Es wurde als letztes der bis heute bekannten Vitamine entdeckt und zwar dank der Mangelkrankheit Addison'sche perniziöse Anämieals, die damals 100 Jahre lang sehr erfolgreich mit der Vitamin B12-reichen Rinderleber behandelt wurde. Seit 1960 besteht die Möglichkeit, es auch synthetisch herzustellen.

  • Vitamin B12 gehört den wasserlöslichen Vitaminen an, die in der Leber gespeichert werden. 
  • Dieser Vitamin- Vorrat kann dort bis zu zehn Jahren anhalten, vorausgesetzt, er wird hin und wieder mit tierischen Produkten wie Fisch, Fleisch, Milchprodukten oder Eiern aufgefüllt.
  • Kommt es tatsächlich zu einem Vitamin B12- Mangel, so kann dies zu einer perniziösen Anämie (Erkrankung des Blutbildes) und zur funikulären Myelose (gehört zu den Entmarkungskrankheiten) führen. Bemerkbar macht sich dieser Mangel beispielsweise durch Kribbeln und Kältegefühl in Füßen und Händen, Schwächegefühl und Erschöpfung, Konzentrationsstörungen bis hin zu Psychosen.
  • Zum Thema Überdosierung ist zu sagen, dass das Vitamin B12 so gut wie ungiftig ist. Sehr hohe Dosen von 5 bis 15 µg können hingegen allergische Reaktionen, Akne oder eine Verschlechterung einer bereits bestehenden Schuppenflechte hervorrufen.

  1. Lebensmittel, die besonders viel Vitamin B12 enthalten, sind Leber (vor allem von Kalb, Rind und Schwein) und Leberwurst, Nieren sowie Austern oder Heringe.
  2. Deshalb ist ein Vitamin B12- Mangel eher selten der Fall, aufpassen sollten jedoch ältere Menschen und Veganer.
  3. Die letzteren vor allem deswegen, weil in keiner pflanzlichen Nahrung die ausreichende Vitamin B12- Menge für den menschlichen Bedarf enthalten ist. 
  4. Eigenschaften des Vitamin B12 sind beispielsweise, dass es relativ luft- und wärmestabil ist, aber empfindlich auf die Einwirkung von UV-Strahlen und Licht reagiert. 
  5. Zu seinen Hauptaufgaben zählen die Beteiligung an der Blutbildung (d.h. die Bildung der roten Blutzellen), am Stoffwechsel von Aminosäuren und Eiweißstoffen sowie ein Einfluss auf Wachstum und Zellteilung bzw. -reifung. 
  6. Der tägliche menschliche Bedarf an Vitamin B12 entspricht dabei 3 µg (Mikrogramm) für einen Erwachsenen und zwischen 1 und 3 µg für ein Kind. Es besteht die Annahme, dass Schwangere und Stillende, aber auch Raucher einen erhöhten Bedarf von 3,5–4 µg haben.

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