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Was sagt die Samenproduktion über die Gesundheit aus?

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:33
Für die Samenproduktion sind die Hoden zuständig, sie produzieren das notwendige männliche Hormon Testosteron und bilden gleichzeitig...

Um diese Frage beantworten zu können, sind einige grundlegende Erläuterungen zur Samenproduktion notwendig. Sie beginnt in der Regel mit der männlichen Pubertät und bleibt bei gesunden Männern lebenslang erhalten. Für die Samenproduktion sind die Hoden zuständig, sie produzieren das notwendige männliche Hormon Testosteron und bilden gleichzeitig in einem hochkomplizierten Prozess die Samenzellen, das Sperma. Bei geschätzten sieben Prozent aller Männer sind die Spermien nicht optimal zur Befruchtung geeignet. Entweder werden keine oder zu wenige Samenzellen produziert, es gibt auch fehl-geformte oder zu langsame Samenzellen. Die Ursachen dafür sind vielfältig und können sowohl genetisch bedingt als auch durch Krankheiten entstanden sein. Bis zu einem gewissen Grad lässt sich die Samenproduktion aber auch durch einfache Mittel beeinflussen.

Genetische Ursachen für mangelhafte Samenproduktion 

  • Zum einen kann eine nicht optimale Produktion von Samen erblich bedingt sein und in diesen Fällen steht sie in keinerlei Zusammenhang mit der Gesundheit und ist auch nicht beeinflussbar. Es gibt aber auch eine Reihe von Auslösern, die im Lebensstil der Betroffenen zu suchen sind. Anhaltender Stress, langandauernde seelische und körperliche Überforderung aber auch Alkohol-und Drogenmissbrauch oder Medikamentenmissbrauch können Ursache für eine mangelhafte Samenproduktion sein.

Krankheitsbedingte Ursachen für mangelhafte Samenproduktion 

  • Eine wichtige Ursache ist Mumps in der Kindheit. Diese Virusinfektion kann in ihrem Verlauf zu einer Hoden-Entzündung und später zur Unfruchtbarkeit führen. Auch Diabetes ist eine Krankheit, die sich negativ auf die Produktion der Samenzellen auswirken kann, genau wie hormonelle Störungen, Krebserkrankungen der männlichen Geschlechtsorgane und Geschlechtskrankheiten wie zum Beispiel Syphilis. 

Äußere Ursachen für mangelhafte Samenproduktion

  • Man weiß heute, dass sowohl falsche Ernährung als auch falsche Bekleidung die Qualität der Spermien negativ beeinflussen können. So sind zum Beispiel Östrogen enthaltende Nahrungsmittel wie Sojaprodukte für Männer nicht gut, auch zu enge Hosen können sich negativ auswirken, weil sie die Hoden quetschen oder überhitzen können. Das gleiche gilt zum Beispiel bei langen Fahrten mit dem Rad oder häufiges Reiten. Ein weiterer Grund für mangelhafte Spermienbildung kann Nikotin sein. Starke Raucher haben oft viel weniger und auch langsamere Spermien als Nichtraucher.

Fazit 

  • Es besteht manchmal aber durchaus nicht immer ein Zusammenhang zwischen der Produktion von Sperma und der Gesundheit eines Mannes. Trotzdem sollte "Mann" auch in diesem Kontext auf seine Gesundheit und seinen Lebensstil achten, besonders wenn er eine Familie plant. 

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