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Was sind Endorphine? - Eine medizinische Erklärung

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:19
Endorphine sind körpereigene Morphine.

Endorphine sind körpereigene Morphine, sog. “Glückshormone”. Sie regulieren Triebe und Gefühle und unterdrücken Schmerz. Über die Endorphine werden Blut­druck, Darmtätigkeit und Atmung reguliert.

Was sind Endorphine - Die wichtigsten Facts

  • Endorphine werden in der Hirnanhangdrüse (Hypo­physe) gebildet und nach starken Leistungen in das zentrale Nervensystem ausgeschüttet.
  • Im Gehirn docken die Endorphine an die gleichen Rezeptoren an wie Opiate, was berauschende und euphorische Glücksgefühle auslösen kann.
  • Sofern Spielsucht oder Arbeitssucht o.ä. vorliegen, kann das Verlangen nach Endorphinen sehr groß werden.
    Sie werden in besonderen Glücks- und Stress-Momenten produziert und konnten Ende der 1980 er erstmals im Organismus nachgewiesen werden.
  • Sie besetzen im Gehirn die gleichen Rezeptoren (“Sensoren”) wie Opiate. Man nimmt an, dass sie bei schweren Verletzungen oder Schock den Menschen durch eine Überdeckung der Schmerzen vor einer Reizüberflutung bewahren sollen.
    Endorphine beeinflussen auch körpereigene Abläufe wie Blutdruck und Atmung, auf Hunger und Durst scheinen sie keinen Einfluss zu haben.
  • Mangel an Endorphinen kann depressive Zustände hervorrufen, was bis zum Suizid führen kann. Nach Entbindungen werden Endorphin-Rückgänge bis 90% beobachtet, was in Zusammenhang mit der “Wochenbett-Depression” gebracht wird.
  • In Glücksmomenten werden Endorphine ausgeschüt­tet, was einen körpereigenen “Kick” auslösen kann. So wird von Sportlern berichtet, dass sie z.B. nach einem anstrengenden Lauf zwar erschöpft, aber auch regelrecht “high” waren, was auf den Endorphin-Spiegel zurückzuführen ist.

 

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