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Was tun bei Ohrenschmerzen? - Infos zu entzündungshemmenden Ohrentropfen

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:33
Ohrentropfen sind spezielle Arzneimittel für die Anwendung im Ohr. Ihre Verwendung finden sie vor allem bei entzündlichen Ohrenschmerzen.

Ohrentropfen sind spezielle Arzneimittel für die Anwendung im Ohr. Ihre Verwendung finden sie vor allem bei entzündlichen Ohrenschmerzen und werden dabei in den äußeren Gehörgang eingetröpfelt. 

Verschiedene Behandlungsformen

  • Die Ohren sind ein empfindliches Organ. Es kommt daher leicht zu Schmerzen und Entzündungen. Zur Behandlung dieser Beschwerden sind Ohrentropfen meist die erste Wahl. Sie finden dabei ihre Anwendung bei Ohrenschmerzen (Otalgie), akuten Entzündungen des Gehörgangs (Otitis externa), Mittelohrentzündungen (otitis media), Vereiterungen des Trommelfelles und Gehörgangsdermatosen. In den Tropfen sind spezielle Wirkstoffe enthalten, die schmerzstillend und entzündungshemmend sind. Oft sind sie zudem antimikrobiell und/oder pflegend. Zum Einsatz gelangen bei Ohrenschmerzen meist auch entzündungshemmende Glukokortikoide, Antimykotika und antibakterielle Antibiotika. Diese Tropfen enthalten, wie bereits erwähnt, unterschiedliche Wirkstoffe. Häufig zum Einsatz kommen beispielsweise Procain, das lokale Betäubung hervorruft sowie Phenazon, welches entzündungshemmend und auch schmerzlindernd wirkt. Allerdings dürfen bei deren Anwendung keine Verletzungen am Trommelfell vorliegen. Diese Ohrentropfen zählen zu den freiverkäuflichen. Daneben gibt es auch rezeptpflichtige Wirkstoffe. Zu diesen zählen unter anderem Ciprofloxacin, das eine antibiotische Wirkung hat, Neomycin zur Therapie von bakteriellen Infektionen, Hydrocortison, mit seinem entzündungshemmenden Effekt und auch Polymyxin, Dexamethason und Rifamycin.

Richtige Anwendung 

  • Damit Ohrentropfen ihre ganze Wirkung entfalten können, müssen sie in regelmäßigen Abständen ins Ohr eingebracht werden. Bei der Verabreichung ist zudem darauf zu achten, dass sie warm genug sind. Die Verwendung von kalten Ohrentropfen kann zur Schmerzverschlimmerung führen. Während der Anwendung legt der Patient den Kopf auf das gesunde Ohr. Dann werden die Ohrentropfen langsam und vorsichtig in das erkrankte Ohr eingeträufelt. Danach muss der Betroffene noch einige Minuten so liegen bleiben, damit die Tropfen nicht wieder aus dem Ohr herauslaufen.

Mögliche Nebenwirkungen

  • Wie bei allen Medikamenten kann es auch bei der Verabreichung von Ohrentropfen zu Nebenwirkungen kommen. Gerade bei der Verwendung von Cerumenolytika können lokale Hautirritationen wie ekzemartige Reaktionen im Ohrbereich oder Juckreiz am äußeren Gehörgang kommen. In seltenen Fällen kommt es auch zur allergischen Kontaktdermatitis. Ohrentropfen mit dem Wirkstoff Phenazon dürfen bei einer Entzündung des Gehörgangs nicht verabreicht werden. Aus diesem Grund sollten Ohrentropfen keinesfalls ohne ärztliche Rücksprache angewandt werden. Nur der Arzt kann feststellen, ob beispielsweise Schäden am Trommelfell vorliegen oder ob die Ohrenschmerzen vielleicht gar nur von einem Ohrpfropf her rühren. 

Die Otitis externa

  • Ein Arztbesuch bei Ohrenschmerzen ist auch deshalb angeraten, weil der Arzt oftmals erst das Ohr vorsichtig reinigen muss, bevor die Tropfen ihren Einsatz finden. Gerade bei einer Entzündung haben sich oft Zellbestandteile, zusammen mit viel Sekret angesammelt. Erst wenn diese Ablagerungen entfernt wurden, können die Tropfen ihre volle Wirkung entfalten. Betroffene sollte nie versuchen, den Gehörgang selber zu reinigen, dass könnte zu ernsten Verletzungen führen. Welcher der oben genannten Wirkstoffe zur Behandlung eingesetzt wird, sollte ebenfalls vom Arzt verordnet werden. Manchmal liegen auch Mischinfektionen vor, bei denen neben der Entzündung auch Pilzbefall vorliegt. Während der Ohrentzündung sollten Patienten darauf achten, das betroffene Ohr möglichst trocken zu halten. Vollbäder oder Schwimmbadbesuche sollten vermieden werden. 

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