Foto: Shutterstock.com

Was tun gegen akute Kniebeschwerden?

Drucken
Letztes Update am 22.10.2014, 13:50
Ursachen sind zum einen natürliche Verschleißerscheinungen und zum anderen Überbeanspruchung.

Von Schmerzen im größten und kompliziertesten Gelenk des Körpers sind angefangen bei den Heranwachsenden alle Bevölkerungsgruppen betroffen. Immerhin werden jährlich deutschlandweit mehr als 5,5 Millionen Menschen wegen Knieschmerzen behandelt. Ursachen sind zum einen natürliche Verschleißerscheinungen, zum anderen eine Überbeanspruchung aufgrund von Übergewicht oder körperlicher Betätigung.

  • Akute Knieschmerzen können von weiteren Symptomen wie einer Entzündung, Schwellung oder Unbeweglichkeit begleitet werden. 
  • Mit kleineren Maßnahmen kann zunächst versucht werden, Abhilfe zu schaffen, klingen die Schmerzen jedoch nach einigen Tagen nicht ab, sollte dringlichst ein Facharzt aufgesucht werden. 
  • Insbesondere in Verbindung mit Fieber oder körperlichen Veränderungen (Verfärbungen, Steifheit, Geräusche) sollte unverzüglich kompetenter Rat eingeholt werden, um dauerhafte Schädigungen zu vermeiden oder tiefer greifende Ursachen wie Rheuma oder Tumore auszuschließen.

  1. Je nach Ursache der Schmerzen können Knieschmerzen unterschiedlich behandelt werden. Aus nahe liegenden Gründen sollte das Knie in jedem Fall entlastet und geschont werden. 
  2. Dazu empfiehlt sich eine Körperposition, in der das betroffene Knie über Herzhöhe gelagert wird, am besten also liegend. Passenderweise ein interessantes Interview zum Thema mit dem Kniespezialisten Dr. Toft. 
  3. Um die Schmerzen zu lindern, hilft Kühlen mit Kühlpads oder Eis, was die Blutzirkulation unterdrückt. Um Unterkühlungen des Gewebes zu vermeiden, sollte das Knie leicht abgedeckt und zwischendurch pausiert werden. 
  4. Eine Wärmebehandlung regt die Blutzufuhr wieder an, verstärkt die Sauerstoffzufuhr und dadurch den Heilungsprozess. Hierfür eignen sich Heiz- oder Wärmekissen ebenso wie Fangopackungen, wobei bei der Auflage kein Druck ausgeübt werden sollte. 
  5. Sofern keine offenen Wunden vorliegen, können äußerliche Einreibungen zur Schmerzlinderung eingesetzt werden. 
  6. Dazu eignen sich Tigerbalsam, Menthoneurin-Salbe, Einreibungen auf Arnika-Basis oder auf Basis des natürlichen Wirkstoffes Ichthyol. 
  7. Nach Auftrag der Salbe sollte das Knie für eine bessere Einwirkung mit einer Mullbinde abgedeckt und zusätzlich mit einer Kniebandage oder –kompresse gestützt werden. 
  8. Sind die Schmerzen sehr stark, sollte über mehrere Tage hinweg ein entzündungshemmendes Medikament wie Acetylsalicylsäure oder Diclofenac eingenommen werden. 
  9. Schlimmstenfalls können vom Arzt Gelenkinjektionen und Spülungen mit Kortisonpräparaten gegen die Schmerzen verordnet werden. 
  10. Physiotherapeutische Maßnahmen wie Strombehandlungen oder Dehnübungen können bei der Heilung ebenfalls unterstützend wirken. Lassen die Schmerzen langsam nach, sollte das Knie nicht sofort wieder massiv belastet werden.

Kommentare