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Was tun gegen Blähungen?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:47
Blähungen entstehen in der Regel dadurch, dass die Magenmuskelatur zu träge arbeitet.

Wenn sich, obwohl man nur kleine Portionen gegessen hat, der gesamte Bauchbereich nach der Nahrungsaufnahme voll und aufgeblasen anfühlt, dann sind meistens Blähungen für das Unwohlsein verantwortlich.

Blähungen entstehen in der Regel dadurch, dass die Magenmuskelatur zu träge arbeitet, Speisen zu lange im Magen verweilen und die dabei entstehenden Gase, nicht richtig abweichen können. Es gibt ganz unterschiedliche Methoden und Möglichkeiten um diese lästigen Beschwerden zu behandeln.

  • Bei einer Selbstbehandlung sollte im Vorfeld abgeklärt werden, welche Ursache die Blähungen haben (zu schwer gegessen, Hülsenfrüchte, Kohl) etc. 
  • Bei immer wieder auftretenden, chronischen Blähungen können ernsthafte Erkrankungen vorliegen wie z. B., Pankreaskrebs oder bakterielle Darmerkrankungen. 
  • In solchen Fällen kann selbstverständlich nur ein Arzt weiterhelfen.

  • Medikamente
  • Milch, Kümmel
  • Bärlauch (frisch), Korn
  • Zweigspitzen von Bohnenkraut
  • Dillsamen
  • Anis, Fenchel, Kümmel
  • Rosmarin (Zweig), 1 Fl. trockener Weißwein

  1. Grundsätzlich ist es ratsam, sämtliche Nahrung gründlich zu kauen. 
  2. So werden nur wenige Darmbakterien aktiviert und es gibt kaum Gasentwicklung. Blähungen können dann erst gar nicht entstehen.
  3. Ist es aber erst mal so weit, dann kann man entweder zu handelsüblichen Medikamenten greifen oder man nimmt eines der zahlreichen Hausmittel, die ebenfalls eine schnelle Linderung bewirken. 
  4. Zunächst ist ein Glas Tee oder warme Milch gewürzt mit Kümmel sehr hilfreich und auch schnell zubereitet.
  5. Im Frühjahr frisch gepflückter Bärlauch sollte möglichst klein geschnitten, in eine Flasche gegeben und mit Korn aufgefüllt werden. Diese Mixtur muss an einem warmen Platz (Sonne oder Heizung) 3 Wochen lang ziehen. Danach das Ganze durchsieben und in eine dunkle Flasche füllen. Ein Gläschen davon nach einem schweren Essen genossen, wirkt wahre Wunder.
  6. Gerichte mit Hülsenfrüchten oder auch Kohlgerichten sollten mit den Zweigspitzen von Bohnenkraut gewürzt werden. Das hilft, Blähungen zu vermeiden.
  7. Bei chronischen Blähungen sollten 2- mal täglich, (morgens und abends), zwei Teelöffel Dillsamen mit heißem Wasser übergossen werden. Das Ganze dann 10 Minuten ziehen lassen und in kleinen Schlucken trinken.
  8. Kleinkindern kann bei Blähungen gut mit Anis-, Fenchel- und Kümmeltees geholfen werden. Die gibt es entweder in Aufgussbeuteln oder als Granulat zu kaufen.
  9. Ein ebenfalls altbewährtes Mittel ist der Rosmarinwein. Einen Zweig Rosmarin in eine durchsichtige Flasche geben und mit trockenem Weißwein übergießen. Drei Wochen lang verschlossen, an einem warmen Ort, ziehen lassen.
  10. Danach muss die Flüssigkeit in eine dunkle Flasche umgefüllt und kühl aufbewahrt werden. Bei Bedarf wird die Menge eines doppelten Schnapsgläschens getrunken.
  11. Diese Mittel haben sich bei Blähungen gut bewährt.

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