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Was tun gegen einen Tinniuts?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:49
Unter Tinnitus versteht man einen permanenten Ton im Ohr.

Wenn es plötzlich in den Ohren pfeift, klingelt oder hämmert, kann es sich um einen beginnenden Tinnitus handeln. Unter Tinnitus versteht man einen permanenten Ton im Ohr, der keine äußere Ursache hat. Mögliche Auslöser können eine Überstrapazierung des Gehörs, starker Lärm, anhaltender Stress oder auch organische Fehlfunktionen sein.

Von einem akuten Tinnitus spricht man, wenn die Symptome noch nicht länger als 3 Monate andauern. Bestehen die Probleme länger als 3 Monate, handelt es sich um einen chronischen Tinnitus. Sowohl akuter als auch chronischer Tinnitus muss immer fachärztlich behandelt werden, eine Selbstbehandlung gibt es nicht.

Da die Ohrgeräusche, je nach Intensität und Lautstärke, für den Betroffenen zu einem bedrückenden Leiden werden können, ist es unabdingbar, möglichst schnell nach dem ersten Auftreten der Geräusche zu handeln. Das heißt:

  • den Hausarzt aufsuchen und erste Tests zum Ausschluß organischer Ursachen durchführen lassen,
  • eine Überweisung zum Hals-Nasen-Ohrenarzt abfordern und dort weitere Untersuchungen durchlaufen,
  • als Sofortmaßnahme erfolgt in der Regel eine Infusionstherapie zur besseren Sauerstoffversorgung des Gehirns,
  • zusätzlich werden meistens auch Maßnahmen zum Stressabbau eingeleitet.

Nur bei sofortigem Eingreifen kann der Tinnitus sich wieder ganz zurückbilden. Hat er sich bereits manifestiert, gilt eine Behandlung als schwierig.

Beim chronischen Tinnitus veranlasst der Facharzt zunächst eine ausführliche Diagnostik mit verschiedenen Hörtests, einer Überprüfung der Verdeckbarkeit des individuellen Tons, speziell entwickelten Fragebögen und gegebenenfalls Ultraschalluntersuchungen. Je nach Situation und Ergebnis werden Befunde anderer Fachärzte hinzugezogen (beispielsweise von Internist, Zahnarzt, Neurologe oder Orthopäde).

Im Idealfall erfolgt die weitere Therapie an einem speziellen Tinnituszentrum oder im Rahmen einer Tinnitus-Kur. Bestandteile dieser umfassenden Behandlung sind unter anderem

  1. Infusionen zur besseren Durchblutung
  2. Klangtherapie zur Überdeckung des Tons mit entspannender Musik
  3. Entspannungstherapie zum Abbau von Stress
  4. psychologische Betreuung (Einzel- und Gruppentherapie), um zu lernen, mit dem Geräusch besser umzugehen
  5. eventuell Chirotherapie zur Behandlung von Fehlhaltungen und Verspannungen
  6. eventuell Physiotherapie und/oder Sport

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