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Was tun gegen Ohrendruck?

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:23
Wer kennt das nicht? Wenn der Flieger abhebt oder der Zug in den Tunnel rast...

Wer kennt das nicht? Wenn der Flieger abhebt oder der Zug in den Tunnel rast, legt sich der Druck auf die Ohren und die Umwelt verschwindet im Nebel der Geräuschlosigkeit. Die Ursachen hierfür sind ebenso vielseitig, wie zumeist banal. Durch Druckveränderungen in der Umwelt, wie zum Beispiel beim Wandern im Gebirge, wird im eigenen Körper ein Ungleichgewicht geschaffen. Die Luft ist sprichwörtlich dünn und der Körper versucht das auszugleichen. Dies kann sich in Ohrendruck äußern. Durch Bewegung des Kiefers, kräftiges Gähnen oder Kaugummi kauen, lässt sich das Druckungleichgewicht jedoch meist schnell abbauen.

Ohrendruck

  • Wer häufiger unter Ohrendruck leidet oder diesen anhaltend nicht abbauen kann, sollte einen Arzt aufsuchen. Oft reicht der Allgemeinmediziner. Erkältungsbeschwerden, wie eine verstopfte Nase und Nebenhöhlen, aber auch Entzündungen im Rachenraum können die Ursachen sein.
  • Mit dem Abklingen der Erkältung ziehen sich die Symptome zurück und das Gesamtwohlbefinden steigt.
  • Anhaltende Beschwerden können auch auf einer Verstopfung des Gehörkanals beruhen. Die zunehmende Verpfropfung durch Ohrenschmalz, kann zu Ohrendruck führen.
  • Im Fall der Fälle empfiehlt es sich, gleich den Hals-Nasen-Ohren-Arzt (HNO) aufsuchen. Wer mit dem Wattestäbchen Grundlagenforschung in eigener Sache betreibt, läuft zum einen Gefahr, sich empfindlich durch zu tiefes Bohren selbst zu schädigen.
  • Zum anderen liest man immer wieder von im Ohr stecken bleibenden Teilen. Fremdkörper, und sei es auch nur der feine Flaum vom Wattestäbchen, können zu Infektionen führen und sind dem Abbau von Beschwerden insgesamt eher abträglich. Der HNO reinigt den Gehörgang professionell (und entfernt gegebenen Falls auch Steckengebliebenes).
  • Bei wem der anhaltende Druck auf den Ohren zu Schwindelgefühlen führt, sollte unmittelbar den nächsten HNO aufsuchen. Beides können Indikatoren für eine schwerwiegende Erkrankung sein. 
  • Ohrendruck – in den meisten Fällen ist er harmlos und ebenso schnell verschwunden, wie er aufgetreten ist. Wenn probate Hausmittel, wie Essen, Trinken und Kiefergymnastik den Druck nicht abbauen und auch keine Erkältung vorliegt, sollte im Zweifel immer ein Facharzt konsultiert werden.

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