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Wasser in den Beinen - Was kann man dagegen tun?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:48
Angeschwollene Beine können äußerst schmerzhaft sein.

Angeschwollene Beine können äußerst schmerzhaft sein und sind für viele Leute besonders im Sommer ein Problem.
Auslöser für die Wassereinlagerungen sind häufig Venenerkrankungen oder ein schwaches Bindegewebe. Erste Anzeichen sind meist geschwollene Knöchel und ein Druckgefühl in den Waden. Da die Symptome der einer Thromboseerkrankung gleichen, wird in diesen Fälle dringend eine ärztliche Venenuntersuchung empfohlen.
Weitere Folgen können Hautveränderungen (Pergamenthaut) und ein offenes Bein sein. Außerdem wird oftmals eine Verminderung der Harnmenge festgestellt.

Wirkungsvolle Therapien, Methode, Medikamente

  • Eine wirkungsvolle Therapieform ist die manuelle Lymphdränage, bei der mit besonderen Griff- und Massagetechniken das Lymphsystem aktiviert wird. Diese kann jedoch nur von ausgebildeten Masseuren und Physiotherapeuten angewandt werden.
  • Weiter können entwässernde Medikamente oder Tees verschrieben werden.
  • Besonders effektiv sind Kompressionsstrümpfe, die den Venen- und Flüssigkeitsdruck in den Waden durch Gegendruck ausgleichen. Diese erhält man in Sanitätshäusern oder Apotheken.
  • Stützstrümpfe und Lymphdrainage haben in der Vergangenheit für gute Erfahrungen bei der Behandlung gesorgt.

Tipps gegen Wasser in den Beinen

  1. Langes Stehen und Sitzen sollte möglichst vermieden werden. Wenn man doch mal länger stehen muss, kann man auf dem Zehenballen auf und ab wippen.
  2. Man sollte ausreichend Trinken (ca. 2 Liter täglich) und den Salzkonsum verringern, da Salz das Wasser im Gewebezwischenzellraum hält.
  3. Nikotin verändert die Gefäßwände. Deshalb sollte das Rauchen reduziert oder besser ganz eingestellt werden.
  4. Weiterhin sollte man Wärme vermeiden, da diese die Venen erweitert. Betroffene Personen sollten daher auf Sauna- und Solariumbesuche sowie heiße Bäder weitestgehend verzichten.
  5. Eine leichte Ernährung und ein geringer Alkoholkonsum wirken sich ebenso positiv aus. Man kann z.B. zwischendurch einen Reis-Obst-Tag einlegen, da Reis (ohne Salz gekocht) dem Körper überflüssiges Salz entzieht.
  6. Um die Durchblutung der Beine zu verbessern, empfehlen sich wechselwarme Duschen und Fußbäder. Auch Kneipp-Kuren haben sich in diesem Bereich bewährt.
  7. Regelmäßige Bewegung und Fußgymnastik tragen zu einer Verbesserung bei Wassereinlagerungen bei. Besonders geeignet sind Sportarten wie Walking, Radfahren und Schwimmen.
  8. Abends sollte man die Beine am besten hochlegen. Werden die Beine höher gelagert, unterstützt man den Abtransport des Wassers.

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