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Wie behandelt man Bandwürmer?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:43
Zu den wohl am besten angepassten Parasiten beim Menschen zählt ohne Zweifel der Bandwurm.
Unabhängig von der Art des Bandwurmes kann ein Befall oft erst sehr spät bemerkt werden und dann meist auch eher zufällig. Die bekanntesten Symptome sind, sofern überhaupt vorhanden, stetige Müdigkeit und leichter Gewichtsverlust. Meist bemerkt der Betroffene aber überhaupt nichts. Lediglich bei starkem Befall durch mehrere Bandwürmer treten Beschwerden auf. In der Regel gelangen die Bandwurmfinnen durch den Verzehr rohen oder nicht genügend erhitzten Fleisches in den Darm des Menschen. Werden im Kot grauweiße, flache, nudelähnliche Gebilde festgestellt, so kann mit Sicherheit von einem Befall ausgegangen werden. Da ein Bandwurm mitunter mehrere Jahre alt werden kann, sollte nicht gewartet werden, bis der Wurm von selbst abstirbt. Falls ein Befall festgestellt wird, so muss peinlichste Sauberkeit eingehalten werden, damit die im Kot enthaltenen Eier nicht versehentlich oral aufgenommen werden.

  • Keinesfalls helfen überlieferte Mittel wie Essiggurken oder der Verzehr saurer Heringe, da die Würmer durch eine spezielle Haut vor Säuren geschützt sind. 
  • Auch die im Umlauf befindlichen Zinn-Präparate sind fraglich. Es gibt jedoch eine Alternative zur medikamentösen Wurmkur. 
  • Ob sie den gewünschten Effekt hat, muss selbst herausgefunden werden. 
  • Eine Gewähr für die erfolgreiche Vertreibung des Darmparasiten kann aber nicht gegeben werden. 
  • Auch sind durchaus gesundheitliche Störungen wie Übelkeit oder Brechreiz möglich und sollten vorher abgewägt werden.

  • Die beste Lösung ist der Gang zum Arzt, da dieser gute Mittel gegen Bandwurmbefall verschreiben kann. 
  • Meist löst sich der Wurm dann aus der Verankerung in der Darmwand und wird komplett mit dem Stuhl ausgeschieden. 
  • Wer selbst versuchen möchte, diesen unliebsamen Gast loszuwerden, kann nur mit verschiedenen Hausmitteln experimentieren, da es leider kein allgemein gültiges Rezept gegen Bandwürmer gibt.

Bandwürmer behandeln

  1. Es existieren Berichte, dass Bandwürmer auf eine Anzahl von chemischen Zusätzen in Lebensmitteln ansprechen, das heißt, dass diese abgetötet werden. Leider ist nichts über die Dosierung bekannt. 
  2. Somit bleibt aber zumindest der Versuch einer Bekämpfung des Bandwurmes. 
  3. Das Mittel, auf welches Bandwürmer ansprechen, heißt Thiabendazol. Es findet sich auch in Wurmmitteln und wird in der Lebensmittelindustrie hauptsächlich zur Konservierung von Orangen und Bananen eingesetzt und verhindert die Bildung von Schimmel auf den Schalen der Früchte. 
  4. Beim Verzehr von täglich mindestens einer kompletten Orange samt ihrer Schale, wird über mehrere Tage eine dauerhafte Dosis Thiabendazol im Darm angereichert, welche zu einer Abtötung des Wurmes führen sollte. 
  5. Diese Kur muss solange fortgeführt werden, bis keine weißen Gebilde mehr im Kot nachzuweisen sind.
  6. Jedoch sollte der Gang zum Arzt die erste Wahl sein, da nur er die genaue Dosierung der Gegenmittel kennt und effektiver handeln kann.
  7. Sofern man Kontakt zu Haustieren hat, kann eine Wurmkur mit angeraten werden, obwohl eine Übertragung von Katzenbandwürmern auf den Menschen nicht hinlänglich zu beweisen ist. 
  8. Hier fehlt der eigentliche Zwischenwirt. Da aber der Mensch durchaus als Ersatz-Zwischenwirt fungieren kann, ist die Behandlung des Haustieres sicher nicht falsch.

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