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Wie der Körper auf Hitze reagiert

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:37
Die meisten Menschen haben es lieber warm als kalt und selbst heiße Sommertage verkraftet unser Körper im Allgemeinen ganz gut.
Erst wenn die Lufttemperatur oberhalb unserer normalen Körpertemperatur von 37 Grad Celsius liegt, leidet der Organismus stark.

 

Aber schon bei Außentemperaturen ab etwa 25 Grad Celsius beginnt er, sein ganz spezielles Kühlungssystem anzuwerfen um uns vor Hitzeschäden zu schützen. 

Was für Möglichkeiten hat ein gesunder Körper, der Hitze entgegenzuwirken?

Unser Organismus hat gegen große Hitze eine Geheimwaffe und die heißt Schweiß. Über die Schweißdrüsen wird eine Flüssigkeit, bestehend aus 99 Prozent Wasser und einem Prozent Mineralien, abgesondert. Sie verteilt sich auf der Haut und verdunstet dort. Dabei wird die Körperoberfläche abgekühlt.

 

Auch wenn vielen Menschen das Schwitzen eher unangenehm ist, es ist unverzichtbar, ja lebensnotwendig. Gleichzeitig stellen sich auch alle Blutgefäße weiter, wodurch sich ihre Oberfläche vergrößert und sie ebenfalls mehr Wärme abgeben und gleichzeitig mehr Wasser aus dem Blut in die Schweißdrüsen pumpen können. Alle Kräfte, die der Organismus zur Abkühlung einsetzen muss, fehlen an anderer Stelle.

 

Deshalb macht große Hitze schlapp und müde. Das Schwitzen führt gleichzeitig dazu, dass der Flüssigkeitshaushalt aus den Fugen gerät. Bei Temperaturen von über 30 Grad Celsius verlieren wir pro Tag durchschnittlich 5 Liter Wasser, aber auch Salz und andere lebenswichtige Mineralien und Spurenelemente. Deshalb müssen wir bei Hitze sehr viel trinken, sonst droht unter anderem ein sogenannter hypovolämischer Schock.

 

Wer leidet am meisten unter Hitze?

Besonders gefährlich ist Hitze für kleine Kinder, Kranke und alte Menschen. Bei ihnen kommt es schneller zur Überforderung des körpereigenen Kühlsystems. Die Folge sind gefährlich sinkender Blutdruck, hoher Puls, Herzrasen und Hitzestau. Der Kreislauf kann versagen, das Gehirn erhält nicht mehr genügend Sauerstoff. Kopfschmerzen und Schwindel, Blässe, Fieber, schlimmstenfalls sogar Ohnmacht sind die Zeichen des Zusammenbruchs der Thermo-Regulation.

 

Ärzte nennen diesen Zustand Hitzekollaps bzw. Hitzschlag. Gefährlicher als trockene Hitze ist dabei die feuchtwarme Hitze. Hohe Außentemperaturen bei hoher Luftfeuchtigkeit empfinden wir nicht nur als extrem unangenehm, sie führen auch dazu, dass die Kühlung durch vermehrtes Schwitzen nicht mehr richtig funktioniert und es schneller zur Überhitzung kommt.

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