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Wie entsteht Karies?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:58
Karies ist eine Krankheit, bei der sowohl Zahnschmelz als auch Dentis, angegriffen werden können.

Strahlende, ebenmäßige und gesunde Zähne sind nicht nur der Schönheit wegen erstrebenswert. Auch die Chancen im Berufsleben sollen sich durch ein strahlendes Lächeln erhöhen. Daher ist es für uns umso negativer, wenn die Zähne von Karies befallen sind. Der Begriff kommt aus dem lateinischen "caries" und bedeutet soviel wie "Morschheit" oder "Fäulnis". Karies ist eine Krankheit, bei der sowohl Zahnschmelz als auch Dentis, also das Zahnbein, angegriffen werden können. Wie der Karies eigentlich entsteht, möchte ich Ihnen nun kurz erläutern.

  1. Karies ist eine Infektionskrankheit, bei der es zur Entkalkung von Zahnsubstanzen kommt. Diese Substanzen sind vor allem das Zahnbein (Dentis) und der Zahnschmelz.
  2. Der aus Mineralstoffen aufgebaute Zahnschmelz bildet die äußere Schicht des Zahns, der vor allem aus Phosphor, Calcium, Magnesium und Fluorid besteht.
  3. Allgemein werden für die Entstehung von Karies vier Faktoren angegeben, die bestehen müssen. Diese sind neben den kariesverursachenden Bakterien auch der Zahnbelag (Plaque), das Vorhandensein von niedermolekularen Kohlenhydraten und Zeit. Niedermolekulare Kohlenhydrate sind vor allem gezuckerte Speisen und Getränke. Als Nebenfaktoren gelten unter anderem die Zahnstellung, genetische Faktoren, der Speichelfluss und die Zusammensetzung der Nahrungsmittel
  4. Beim bakteriellen Abbau dieser Kohlenhydrate entstehen bestimmte Säuren. Diese Säuren können Mineralien des Zahnschmelzes lösen und somit zu einer Entkalkung führen. Der beschriebene Effekt nimmt mit der Anzahl an vorhandenen Bakterien, der Häufigkeit des aufgenommenen Zuckers und der Zeit, in der Bakterien und Kohlenhydrate im Mund verweilen, zu.
  5. Der Zahnschmelz ist zum einen für die Demineralisation und zum anderen für die Remineralisation zuständig. Das bedeutet, die Zahnoberfläche wird laufend repariert, aber durch die vorhandenen Säuren auch stetig angegriffen. Der Speichel und die Reinigung der Zähne mit Zahnpasten sorgen für die wichtige Remineralisierung. Wird dieses Gleichgewicht nun aber gestört, kommt es zu einem Abbau von Mineralien des Zahnschmelzes und es beginnt sich Karies zu bilden.
  6. Im ersten Stadium, der sogenannten Initialkaries, bilden sich Entkalkungen, die als weiße Flecken auf den Zähnen sichtbar werden. In diesem Stadium kann es durch eine intensive Zufuhr von Fluorid und eine Reduzierung der niedermolekularen Kohlenhydrate zu einer Ausheilung kommen. Wird die Initialkaries jedoch nicht rechtzeitig behandelt, kann dieser ins Zahnbein vordringen.
  7. Der Karies kann sich nun ungehindert weiter ausbreiten. Sucht man in diesem Stadium keinen Zahnarzt auf, kann der Zahnnerv absterben und die Entzündung sich bis zum Knochen ausbreiten.
  8. Um Karies nun möglichst zu verhindern, sollte auf längere Pausen zwischen den Mahlzeiten geachtet werden, damit vorhandenen Säuren neutralisiert werden können. Sind die Zähne bereits von Initialkaries betroffen, hilft hier vor allem der Besuch beim Zahnarzt. Für die Behandlung nebenbei eignen sich spezielle Zahncremes mit hohem Fluoridgehalt.

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