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Wie führt man eine kardiopulmonale Reanimation durch?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:43
Richtiges und schnelles Handeln bei einem Herzkreislaufstillstand kann Leben retten.
br />Die Durchführung einer HLW ist für jeden durchführbar, wenn er einige grundsätzliche Punkte beachtet.
Ein Herz- Kreislauf Stillstand kann unterschiedliche Ursachen haben. Ursachen kann eine Vorschädigung des Herzmuskels sein, wie zum Beispiel bei Angina Pectoris.
Aber auch ein Stromunfall oder Ertrinken kann zum Kreislaufstillstand führen.

  • Sollten Sie auf eine Person treffen, die nicht ansprechbar ist, müssen sie zuerst feststellen, ob diese Person noch eine stablile Atmung hat oder nicht. 
  • Bitte achten Sie darauf, festzustellen, ob irgend ein äußerer Grund vorliegt, der zu dem Zustand der Person geführt haben könnte, wie zum Beispiel ein Stromschlag oder austretendes Gas. Eine eventuell vorhandene Gefahrenquelle könnte auch Sie als Helfer gefährden, und es ist deshalb wichtig, dass eventuell noch vorhandene Gefahren erkannt und ausgeschaltet werden.
  • Um festzustellen, ob die Person einen Herzkreislaufstillstand hat, sprechen Sie die Person an. Wenn sie nicht reagiert, überprüfen Sie die Atmung der Person wie folgt:
  • Kontrollieren Sie die Mundhöhle auf Erbrochenes oder Fremdkörper (z.B Kaugummi). Falls vorhanden muss der Mundbereich provisorisch gesäubert werden um beim Überstrecken ein verschlucken zu verhindern!
  • Überstrecken Sie vorsichtig den Kopf der Person und beugen Sie sich über den Mund und die Nase, um zu hören ob sie atmet und eventuelle Atemzüge auf Ihrer Wange zu spüren. Legen Sie gleichzeitig eine Hand flach auf den Bauch der Person. So spüren Sie ob sich der Bauch bei Atembewegungen hebt und senkt, dies können Sie dann auch gut sehen. 
  • Ist keine Atmung vorhanden, setzen Sie SOFORT einen Notruf ab, oder veranlassen eine andere Person, den Notruf zu wählen. Die internationale Notruf Nummer ist 112. 
  • Erst wenn sicher ist, dass der Notruf veranlasst wurde, beginnen Sie mit der Reanimation.
  • Folgendes ist zu beachten:
  • Der Betroffene muss auf einer harten Unterlage liegen, dass heißt die Person wird im Regelfall auf dem Boden gelagert. Sie können keine richtige Herz- Lungenwiederbelebung durchführen wenn die Person auf einer Matratze oder einer anderen weichen Unterlage liegt.

Sie knien auf einer Seite der Person im rechten Winkel zu ihr.

  1. Der Oberkörper der Person wird entkleidet, bei Frauen wird der BH entfernt. Den sogenannten Druckpunkt, auf dem Sie eine Hand flach auf legen und die zweite Hand darüber finden Sie wie folgt: 
  2. Finden Sie auf einer gedachten Linie zwischen den zwei Brustwarzen die Mitte. 
  3. Sie beginnen sofort mit 30 Kompressionen des Brustkorbes. Die Drucktiefe entspricht circa 3 bis 4 cm. Die Kompression kommt dadurch zustande, dass Sie Ihr Körpergewicht nach vorne auf die Brust „fallen“ lassen. Die Arme bleiben dabei gestreckt. 
  4. Nach 30 Kompressionen überstrecken Sie den Kopf der Person, in dem Sie eine Hand auf ihre Stirn legen und mit der andren unter ihr Kinn fassen, damit der Mund geschlossen ist, und pusten zweimal kurz in deren Nase. 
  5. Sofort folgen wieder 30 Kompressionen. 
  6. Die Beatmung erfolgt nur unterstützend, es ist wichtiger die Herzkompression durchzuführen, damit die Blutgefäße geöffnet bleiben und das Blut zirkulieren kann.
  7. Der Rhythmus der Kompressionen sollte so sein, dass Sie auf ca. 100 bis 120 pro Minute kommen dies entspricht einem Zyklus von 4 x 30 Kompressionen. 
  8. Nach circa 10 Kompressions- Zyklen sollten Sie kurz die Atmung noch einmal kontrollieren, falls der Betroffene wieder selbstständig atmet, lagern Sie ihn in der stabilen Seitenlage und kontrollieren regelmäßig die Atmung. Wenn keine Atmung vorhanden ist, mit der Herz- Lungen Wiederbelebung fortfahren, bis der Rettungsdienst eintrifft.

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