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Wie hilft man einer Person aus der Magersucht?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:46
Eine Essstörung wie die Magersucht ist heute nicht nur bei jungen Menschen weit verbreitet...

Eine Essstörung wie die Magersucht ist heute nicht nur bei jungen Menschen weit verbreitet, sondern auch im Alter kann es dazu kommen, dass man versucht zwanghaft das Körpergewicht zu reduzieren und dadurch andere Probleme zu kompensieren. Viele sehen die Magersucht leider immer noch als Zeichen dafür, dass man einfach schlanker sein will, doch die Auslöser liegen viel tiefer und haben in den meisten Fällen nichts mit dem Aussehen oder dem Gewicht an sich zu tun.

  1. professionelle Hilfe in Form von einem Therapeuten
  2. ärztliche Versorgung
  3. die Einsicht, dass das Problem besteht und auch behandelt werden muss
  • Gerade bei der Therapie ist es wichtig, dass der Patient sich gut aufgehoben fühlt und eine Person hat, welche man sich anvertrauen kann. 
  • Ohne einen Therapeuten und ein ärztliches Team liegt die Gefahr darin, dass die Therapie wegen einem zu geringen Körpergewicht und schwachen Nerven nicht greifen kann und an sich dem Therapeuten auch nicht ehrlich öffnen wird, wenn die Umgebung und das Verhältnis nicht stimmt. 
  • Experten raten, dass bei einem besonders niedrigen Gewicht dies zuerst stabilisiert werden sollte und auch eine Klinik kann hier eine gute Möglichkeit sein.

Beim Ablauf der Behandlung kann einem bestimmten Muster gefolgt werden:

  1. Der Betroffene muss einsehen, dass er ein Problem hat. Eltern und Freunde sollten langsam, aber offen auf die Person zugehen und ganz gezielt Fragen und Vertrauen schaffen. Nur mit dieser Einsicht kann auch eine Therapie folgen.
  2. Zusammen mit der Familie muss ein Therapeut gesucht werden, welcher sich auf Essstörungen spezialisiert hat und genau weiß, worauf es bei dieser seelischen Erkrankung vorkommt. Die Krankenkassen stellen hier Adressen zu Verfügung und bei bedarf kann man den Therapeuten auch wechseln.
  3. Die Therapie selber sollte sowohl auf die seelischen Ursachen eingehen, wie auch auf das Gewicht und das Essverhalten. Einige Therapeuten arbeiten aus diesem Grund auch mit Ernährungswissenschaftlern zusammen und erstellen so einen genauen Ernährungs- und Behandlungsplan.
  4. Für den Betroffenen und die Umgebung ist es wichtig sich Zeit zu nehmen und jeder muss an sich arbeiten. Essstörung komplett zu behandeln kann über Jahre dauern und ist auch mit vielen Hochs und Tiefs verbunden, doch mit professioneller Hilfe und dem Willen kann man es schaffen wieder die Kontrolle über den eigenen Körper zu bekommen und sich nicht durch eine Krankheit einschränken zu lassen.
  5. Informationen und Adressen von möglichen Ansprechpartnern bekommt man unter anderem hier.

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