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Wie hoch sollte der Ruhepuls sein?

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:32
Durch die Pulsfrequenz spricht unser Körper ein ganzes Leben lang mit uns über seinen Leistungszustand.
Er gibt an, wie viele Herzschläge er in einer Minute braucht, damit das Blut, der Sauerstoff und die Nährstoffe in allen Organen und Körperregionen ankommen. Was bedeutet in diesem Zusammenhang aber der Ruhepuls ?

Bitte beachten

Aus dem Wort Ruhepuls kannst du schon dessen Bedeutung ableiten. Er gibt die Anzahl der Herzschläge eines Menschen ohne jede Belastung an. Durch die Messung können Rückschlüsse auf die Gesundheit, das Wohlbefinden und deine Fitness gezogen werden. Dabei ist der Durchschnittswert abhängig vom Lebensalter. Beim gesunden Menschen liegt er zwischen 50 und 100 Schlägen pro Minute. Je nach Alter gilt:

  • bei Säuglingen: etwa. 130/min
  • bei Kindern: ca. 100/min
  • bei Jugendlichen: ca. 85/min
  • bei Erwachsenen: etwa ca. 70/min
  • bei Senioren: ungefähr 90/min.

Wie ermittelst du den Ruhepuls?

Idealerweise misst du den Wert morgens direkt nach dem Erwachen. Dazu legst Du Zeige-, Mittel- und Ringfinger der rechten Hand auf die linke Halsschlagader oder auf die Schlagader am linken Handgelenk. Du kannst die Messung auch mit einer Pulsuhr oder einem Brustgurt vornehmen. Es genügt, wenn du die Messung 15 Sekunden lang durchführst und mit 4 multiplizierst. Die Anzahl der so ermittelten Schläge gibt den Ruhepuls pro Minute an. Der optimale Wert liegt im Unterschied zu Kindern beim gesunden Erwachsenen zwischen 60 und 80 Schlägen in der Minute.

 

 

Was tun, wenn die Werte abweichen?

Am besten, du misst die Werte über einen längeren Zeitraum, in dem es dir gut geht, um dir einen Überblick zu verschaffen. Eine plötzlich erhöhte Frequenz kann auf eine beginnende Infektion hinweisen. Ein ansteigender Normal-Ruhepuls kann aber auch andere Ursachen haben. Dazu gehört vor allem das Rauchen, übermäßiger Alkoholgenuss und Übergewicht. Durch eine gesunde Lebensweise kannst dazu beitragen, dass die Werte im Normalbereich bleiben. Besonders niedrige Werte wurden bei gut trainierten Sportlern ermittelt. Das heißt, dass auch leichte sportliche Betätigung die Werte positiv beeinflussen. Im übrigen gilt: Je weniger Schläge das Herz pro Minute schlagen muss, um den Körper zu versorgen, desto länger kann es im Leben seine Arbeit tun.

 

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