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Wie kann man Heuschnupfen mit Homöopathie behandeln?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:47
Der Heuschnupfen ist eine Allergie, oder besser verständlich eine Abwehrschwäche...

Der Heuschnupfen ist eine Allergie, oder besser verständlich eine Abwehrschwäche, gegen bestimmte Gräser oder Pollen und tritt meist zu der Zeit auf, wenn besagte Gräser oder Pollen reifen. Die Homöopathie ist ein hervorragendes Mittel gegen diese Allergie, es kann eine Akutbehandlung durchgeführt werden, das heißt, wenn die Symptome auftreten, oder eine sogenannte Konstitutionsbehandlung. Diese wird in der Jahreszeit durchgeführt, in der die Allergie nicht auftritt, vorzugsweise im Winter.

  • Wie bei allen homöopathischen Mitteln ist es von essenzieller Bedeutung, dass erstens die korrekte Bestimmung der Beschwerden erfolgt. Gefolgt von der richtigen Einnahme. Sie können Globuli, das sind auf Milchzuckerbasis hergestellte Kügelchen, oder Tropfen verwenden, die allerdings alkoholhaltig sind. 
  • Benutzen Sie besonders bei den Tropfen keinen Metalllöffel, dieser kann die Wirkung des Medikaments verfälschen, benutzen Sie Porzellan, Holz oder Plastik. 
  • Vermeiden Sie die Einnahme direkt vor oder direkt nach dem Essen. 
  • Ganz wichtig auch, nicht herunterschlucken, sondern auf der Zunge zergehen lassen, die Abstände einhalten und keine Medikamente vermischen. 
  • Erst wenn Sie sicher sind, dass das Mittel Ihrer Wahl nicht anschlägt, dürfen Sie zu einem anderen Medikament greifen.

  1. Die ersten Schritte bei einer homöopathischen Behandlung sind immer die korrekte Symptombestimmung. So wie Schnupfen nicht gleich Schnupfen ist, so unterscheiden sich die verschiedenen Heuschnupfenarten voneinander, ja sogar von Mensch zu Mensch, und brauchen so unterschiedliche Mittel.
  2. Pulsatilla oder Küchenschelle ist das Mittel Ihrer Wahl, wenn Ihre Augen tränen, die Absonderungen mild sind und sich Ihre Beschwerden verbessern, wenn Sie nach draußen gehen.
  3. Zu Kalium Iodatum, oder Jodkalium, greifen Sie, wenn Ihre Tränenflüssigkeit scharf ist und brennt, teilweise schwellen auch die oberen Augenlider schmerzhaft an.
  4. Kalium Phosphoricum wird synthetisch hergestellt und ist eine Mischung aus Phosphorsäure und Pottasche, es ist Ihre Rettung, wenn Sie zu dem Heuschnupfen auch schnell depressiv verstimmt sind, erschöpft und reizbar, und gar nicht gerne unter die Leute gehen möchten. Die Absonderungen sind genau wie bei Pulsatilla mild.
  5. Beobachten Sie nicht nur Ihre körperlichen Beschwerden, auch der seelische Zustand muss mit berücksichtigt und behandelt werden. 
  6. Auch andere Begleiterscheinungen sollten berücksichtigt werden. Zu der depressiven Stimmung und der Reizbarkeit gesellen sich oft noch Kopfschmerzen und asthmatische Beschwerden. 
  7. Sind hauptsächlich Augen und Atemwege betroffen, werden die Beschwerden durch feuchtes Wetter ausgelöst, dann sollten Sie zu Dulcamara greifen, einem Mittel, das aus der Pflanze Bittersüß hergestellt wird. 
  8. Nux Vomica, oder die gemeine Brechnuss, ist angesagt, wenn sich bei Ihnen Fließ- und Stopfnase abwechseln.
  9. Alternative Behandlungsmethoden gegen Heuschnupfen finden Sie hier.

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