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Wie kann man sich selbst auf eine Lebensmittelunvertäglichkeit testen?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:45
Lebensmittelunverträglichkeit, auch bekannt als kurz NMU, ist eine Nahrungsmittelintoleranz.
Das bedeutet, auf bestimmte Lebensmittel oder deren Inhaltsstoffe entsteht im Körper eine nichtimmunologische Reaktion. 
Diese kann sich verschieden äußern, so durch eine toxische Reaktion bei Pilz- oder Fischvergiftung, als auch bei einer Aversion, welche eine subjektive Unverträglichkeit darstellt. Eine immunologische Reaktion kann Allergien auslösen. Nach dem ersten Kontakt, aber auch Stunden bis Tage später können Symptome auftreten. Abhängig von der Dosis des Nahrungsmittels. Auslöser können sein: Farbstoffe, Geschmacksverstärker, Konservierungsstoffe, Antioxidationsmittel, Glutamate, Süßstoffe, Emulgatoren und Stabilisatoren.
Da Lebensmittel der Kennzeichnungspflicht unterliegen, können diese Stoffe bei bekannter Unverträglichkeit gemieden werden.

  • Die Eliminierungsdiät sollte nicht länger als zwei Wochen durchgeführt werden, da sonst Mangelerscheinungen auftreten.
  • Die Additionsdiät sollte generell unter ärztlicher Aufsicht erfolgen, da durch auftretende Allergien schwerwiegende gesundheitliche Schäden entstehen könne

  1. Bei einem Selbsttest sollte unbedingt Tagebuch geführt werden über alle Lebensmittel, welche zu sich genommen werden. 
  2. Anfangs macht man den Test über eine Eliminierungsdiät. Hier wird nur schwarzer Tee, gekochte Kartoffeln, Reis, Mineralwasser und Traubenzucker zu sich genommen. 
  3. Dadurch werden auslösende Stoffe vermieden. Wenn sich die Beschwerden in dieser Zeit nicht gelindert haben, kann die Additionsdiät erfolgen.
  4. Hier wird Buch geführt über alle aufgenommenen Lebensmittel, die jeweilige Reaktion beobachtet und dokumentiert. 
  5. Da sich daraus aber noch nicht ableiten lässt, welches Lebensmittel der Auslöser sein könnte, muß aus der Liste immer eines gestrichen werden, um zu einem definitiven Ergebnis zu kommen.
  6. Auch eine zusätzliche Einnahme von Medikamenten, der Antibabypille oder Vitaminpräparaten muß dokumentiert und beobachtet werden.
  7. Wer seinen Körper beobachtet, wird durch eine Ernährungsumstellung selbst heraus finden, was eine Unverträglichkeit auslöst und diese abstellen können. 
  8. Bei chronischen Beschwerden ist ein Besuch beim Arzt unumgänglich. 
  9. Von kostenpflichtigen Tests über Zeitung oder Internet ist abzuraten, da diese nur dem Geldbeutel Erleichterung bringen. 
  10. Ein Vorbeugen bei Lebensmittelunverträglichkeit ist nicht immer möglich, das Vermeiden von erkannten Auslösern jedoch schon.

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