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Wie lange kann der Mensch die Luft anhalten?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:49
Der Weltrekord im Luftanhalten liegt bei 19 Minuten und 21 Sekunden.

Viele Fragen erscheinen auf den ersten Blick einfach zu lösen, wenn man dann aber nach einer konkreten Antwort sucht, wird man nicht fündig. Haben Sie sich schon mal gefragt, wie lange ein Mensch die Luft anhalten kann und welche Risiken eventuell auftreten? Der Weltrekord im Luftanhalten liegt gegenwärtig bei 19 Minuten und 21 Sekunden und wurde von dem Schweizer Peter Colat aufgestellt. Nur durch das Innhalieren von puren, 100% Sauerstoff sind solch unglaubliche Zeiten möglich. Unvorstellbar - ohne die Anreicherung von purem Sauserstoff gelingt es weltklasse Athleten ihre Luft für mehr als 11 Minuten anzuhalten. Probiert man es aber selber aus, so realisiert man schnell, dass schon eine Minute nicht so einfach ist.

Wie lange kann der Mensch die Luft anhalten - Wissenswertes

  1. Wie lange ein Mensch die Luft anhalten kann, hängt von dem Umfang des Lungenvolumens ab. 
  2. Die maximale Kapazität wird circa im Alter von 20 Jahren erreicht. Dann liegt das Volumen bei etwa drei bis vier Litern. Bei älteren Menschen kann es sich bis auf zwei Liter reduzieren. 
  3. Ausdauertraining erhöht das Lungenvolumen. So können Leistungsschwimmer ein Lungenvolumen von bis zu acht Liter erreichen, Apnoetaucher sogar bis zu zehn Liter.
  4. Der durchschnittliche Mensch kann etwa ein bis zwei Minuten lang die Luft anhalten. Viele brechen jedoch schon nach 30 Sekunden ab und atmen wieder ein.
  5. Luft anhalten kann man durchaus trainieren. Durch Übung und durch Ausdauertraining kann man die Anhaltezeit verlängern.
  6. Es ist fast unmöglich, sich durch das Luftanhalten langfristig zu schaden, da man automatisch wieder nach Luft schnappt. Anders ist dies natürlich, wenn man das Luftanhalten unter Wasser vornimmt. 
  7. Übertreibt man es da, kann es zur Bewusstlosigkeit kommen. Diese Übungen werden vor allem von Tauchern gemacht und sollten niemals ohne einen Sicherungsmann durchgeführt werden.
  8. Gehirnzellen werden in der Regel erst beschädigt, wenn der Blutzufluss für mindestens drei Minuten komplett unterbrochen wurde. 
  9. Luft anhalten kann das Gehirn nicht schädigen. Aber auch hier gilt dies nur, solange man keine Hilfsmittel zum Luftanhalten einsetzt. Ist ein Einatmen jederzeit möglich, kann man das Gehirn nicht schädigen. Der Drang einzuatmen ist zu groß.
  10. Der Durchschnittsmensch erleidet nach etwa zwei bis drei Minuten ohne Sauerstoff eine nachhaltige Schädigung des Gehirns. Allerdings ist dies bei jedem Menschen anders. Dies hängt auch davon ab, wie viel Sauerstoff noch im Blut ist. Wenn dieser aufgebraucht ist und kein Sauerstoff mehr ins Gehirn gelangt, kommt es zu irreparablen Schäden.

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