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Wie misst man den Körperfettwert?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:43
Jeder Mensch besitzt einen natürlichen und notwendigen Anteil von Körperfett.
Der Wert schwankt abhängig von Geschlecht und Alter. In der modernen Gesellschaft schreitet jedoch aufgrund mangelnder Bewegung und in Folge falscher Ernährung die Verfettung weiter fort. Die Menschen werden schlichtweg dick. Mit Diäten und Sport erfolgt die Kampfansage gegen die Pfunde. Doch besteht bei Diäten die Gefahr, dass nicht Körperfett, sondern kostbare Muskelmasse schwindet. Erfolge sind bei massivem Einsatz von Sport ohne Messung des Körperfettanteils nicht optimal möglich, denn die Waage zeigt lediglich das aktuelle Gewicht an, nicht ob Muskeln aufgebaut und Fett abgebaut wurden, was sich wiederum auf der Kiloskala wenig nachvollziehen lässt. Im folgenden verraten wir euch wie man den Körperfettwert richtig messen kann,

Bitte beachten

  • Die Körperfettmessung mittels BIA sollte optimal morgens auf nüchternen Magen durchgeführt werden. Vorangegangen sein sollte keine körperliche Betätigung, zumindest zwei Stunden vor der Messung sollte nicht getrunken und gegessen werden. 
  • Frauen, die ihre Menstruation haben, verzichten während dieser Tage aufgrund des meist hohen Wasseranteils im Körper auf die Messung.

Dinge die benötigt werden

  • Eine alte und heute nicht akzeptiere Art der Körperfettmessung wird mit der Caliperzange durchgeführt. Dabei wird an mehreren Körperstellen eine Hautfalte regelrecht in die Zange genommen und so der Fettanteil des Körpers bestimmt. Viele Probanden empfinden diese Methode als unangenehm. 
  • Darüber hinaus wird dabei nur der subkutane Fettanteil erfasst. Die Genauigkeit des Verfahrens lässt demnach zu wünschen übrig, wenn man sich auch sogar selbst durchführen kann. Zumindest kann Mann oder Frau eigenständig die Körperfettverteilung
  • durch die Waist-to-Hip-Ratio Methode ermitteln. Der Umfang von Taille und Hüfte wird mit einem Maßband erfasst. Der Quocient aus Taillen - und Hüftumfang zeigt ob die Fettverteilung bauchbetont ist. Das Verfahren ist vor allem dann nützlich, will man bei einer Gewichtsreduktion nachhalten, ob Fett an den gewünschten Stellen abgebaut wurde.

Körperfettwert messen - so geht's

  1. Heutzutage lässt sich die Ermittelung des Körperfettwertes angenehmer und exakter messen. Bei der Bioimpedanzanalyse (BIA) wird anhand eines harmlosen Stromimpulses der elektrische Widerstand des Körpers gemessen. 
  2. Der Widerstand von Fettmasse ist beispielsweise anders als der von Muskelmasse oder Wasser. Anhand der so gemessenen Werte können Aussagen über die Körperzusammensetzung und somit über den Körperfettwert getroffen werden.
  3. In Arztpraxen werden hochqualitative Geräte wie der Biospace Inbody 3.0 und die Tanita TBF 300 M verwendet, doch längst hat der Markt auf die Verbrauchernachfrage reagiert. Die Körperfettmessung BIA kann der Proband nicht selbst durchführen, sondern diese wird damit die korrekte Bedienung des Gerätes gewährleistet ist, durch fachkundige Betreuer vorgenommen. Die Hersteller von Waagen wie Soehnle, Rowenta und Krups bieten so genannte Körperfettmesswaagen in unterschiedlichen Preisklassen und Qualitäten für den Heimgebrauch an. 
  4. Meist jedoch sind die Ergebnisse so exakt wie die Kalorienzählwerke an Hometrainern und sonstigem Gerät, denn bei diesen Geräten wird nur der Körperfettanteil im Unterkörper gemessen und hochgerechnet. Ähnlich mangelhaft ist die Infrarotmessung, bei der das Körperfett im Oberkörper ermittelt und auf den gesamten Körper hochgerechnet wird. Die Waagen für den Heimgebrauch bieten allerdings den Vorteil, dass die Körperfettmessung ohne Hilfe durchgeführt werden kann.
  5. BIA ist weit verbreitet, kann in Fitnesstudios, Arztpraxen und vielen Apotheken durchgeführt werden, so dass der Proband die Rahmenbedingungen einhalten kann. Dabei stellt er sich nackten Füßen lediglich auf die Waage und verharrt eine Weile ruhig, den Rest erledigt der Computer.
  6. Ein gesundheitliches Risiko stellt die Messung erfreulicherweise nicht dar. Jedoch sollte sie maximal zweimal im Monat durchgeführt werden, sofern keine anders lautende ärztliche Anweisung vorliegt. Der Körper benötigt Zeit, um zu arbeiten. Wasser- und Fettanteile schwanken bei der Gewichtsreduktion, der Fettanteil baut sich kontinuierlich ab. 
  7. BIA ist ein nützliches Verfahren, um zu ermitteln wie hoch die Körperfettwerte eines Menschen tatsächlich sind und ob sich diese verändern. Man sollte sich jedoch nicht zu Sklaven der Technik machen.

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