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Wie oft muss man zum Zahnarzt?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:53
Die meisten Patienten verbinden den Besuch eines Dentalspezialisten eher mit Schmerzen.

Keiner geht gerne zum Zahnarzt. Die meisten Patienten verbinden den Besuch eines Dentalspezialisten eher mit Schmerzen und unangenehmen Erfahrungen. Und doch: Auch wenn schon die Sprösslinge einer jeden Familie lernen, dass Zähne mindestens zweimal täglich zu reinigen und zu pflegen sind – immer mal wieder kann es geschehen, dass Zähne schmerzen und behandelt werden müssen.

Doch gerade für jene, die mit ihren Zähnen zufrieden sind und keinerlei Schmerzen spüren, stellt sich die Frage, ob und wenn ja wie oft sie zum Zahnarzt gehen müssen.

  • Als Faustregel lässt sich jedoch generell festhalten: Auch ohne Schmerzen mindestens einmal im Jahr den Zahnarzt aufzusuchen ist sinnvoll. Denn der Mediziner kann bei einer Prophylaxe frühzeitig Veränderungen feststellen und darauf reagieren. 
  • Damit entfallen unter Umständen größere Eingriffe, die eines Tages notwendig werden sollten und vielleicht sogar teuer.

Die Frage lässt sich vergleichsweise einfach beantworten.

  1. Natürlich gibt es keine gesetzliche Vorschrift, die Patienten zwingt, in bestimmten Abständen einen Zahnarzt aufzusuchen. Es ist vielmehr die Beteiligung des eigenen Geldbeutels, die darüber entscheidet. 
  2. Patienten, die gesetzlich versichert sind, sollten deshalb mindestens einmal im Jahr zur Prophylaxe gehen. Der Mediziner kontrolliert, ob alles in Ordnung ist. Stellt er keinen Handlungsbedarf fest und muss er keine weiterführenden Behandlungen veranlassen, muss der Patient auch nicht die Praxisgebühr in Höhe von zehn Euro entrichten. 
  3. Die Teilnahme an der jährlichen Vorsorgeuntersuchung wird in einem sogenannten Bonusheft vermerkt – und deshalb ist der Besuch wichtig. Nur, wenn der Patient mindestens und nachweislich einmal im Jahr beim Zahnarzt war, erhält er später Zuschüsse von der Kasse für seinen Zahnersatz. 
  4. Wer nicht nachweisen kann, dass er an der Vorsorge teilgenommen hat, bekommt diese Zuschüsse eines Tages im Bedarfsfall nicht. Er muss dann die Kosten vollständig selber tragen.
  5. Bei privat versicherten Patienten gestaltet sich die Sachlage anders. Sie erhalten keine Zuschüsse für die Teilnahme an Vorsorgeuntersuchungen. 
  6. Im Gegenteil: Die privaten Krankenversicherer werben vielmehr, dass Patienten eine Teilrückzahlung ihres Beitrags erhalten, wenn sie in einem laufenden Kalenderjahr nicht beim Arzt gewesen sind oder die Kosten für die Behandlung selbst übernommen haben. 
  7. Privat versicherte Patienten verzichten deshalb häufiger auf eine Vorsorge. 

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