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Wie schützt man sich vor radioaktiver Strahlung?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:47
Sie ist für uns nicht erkennbar und doch stellt radioaktive Strahlung eine große Bedrohung dar.

Sie ist für uns nicht erkennbar und doch stellt radioaktive Strahlung eine große Bedrohung für den menschlichen Organismus dar. Bilder, die die 1986 von einem Kernkraftwerk Unfall betroffene Stadt Tschernobyl und ihre Bewohner zeigen, verdeutlichen die möglichen Ausmaße radioaktiver Strahlung. Noch heute sind die Opfer von Krebs und anderen tödlichen Krankheiten betroffen. Die radioaktive Wolke bedrohte durch die Wetterlage Menschen in einem Umkreis von vielen Tausend Kilometern.

In der Röntgendiagnostik und Forschung kommt Radioaktivität genauso vor wie in der Industrie oder der Natur. Die Dosis ist dabei ausschlaggebend, denn ernstzunehmende Gefahr besteht für Menschen nur im Zusammenhang mit Freisetzungen großer Mengen der Substanz, wie zum Beispiel bei Katastrophen in Kernkraftwerken oder atomaren Anschlägen.

  • In der heutigen Medienlandschaft und durch die vielerorts existierenden Messstellen erreichen Meldungen über einen Ernstfall schnell die möglichen Betroffenen. 
  • Richtiges und zeitnahes Verhalten kann Leben retten, doch wie so häufig muss der Grundsatz aller Folgehandlungen heißen: Ruhe bewahren und nicht in Panik geraten.

  1. Radioaktive Strahlung geht in Form von verstrahlten Staubteilchen auf die Erde und somit Lebewesen, Pflanzen und Gebäude nieder. 
  2. Am sichersten ist es somit im Haus. Wer über keinen Schutzraum verfügt, sollte sich mit einem Radio- oder Fernsehgerät in Räumen mit keinen beziehungsweise wenigen Fenstern und massiven Gemäuern aufhalten, zum Beispiel im Keller. 
  3. Wenn ein Verlassen des Hauses nicht zu vermeiden ist, sollte man sich vor Betreten des Hauses entkleiden und die Kleidungsstücke inklusive der Schuhe gründlich reinigen. 
  4. Kalium-Jod Tabletten sollten eingenommen werden. Diese schützen die Schilddrüse vor der gefährlichen radioaktiven Strahlung.
  5. Auch eine Dusche und das Waschen der Haare sind unvermeidlich. Das tückische an radioaktiver Strahlung ist, dass die Gefahr noch lange nicht gebannt ist, wenn es den Anschein erweckt. 
  6. Spuren verbleiben, so dass der Konsum von Feld- oder Gartenfrüchten vermieden werden sollte. 
  7. Kleine Kinder sind besonders gefährdet, denn sie verstehen keine Warnungen vor einer Gefahr, die sie nicht sehen, hören, riechen oder fühlen können. 
  8. Sie sollten bis zu einer finalen Entwarnung durch das Bundesamt für Strahlenschutz oder die entsprechenden Stellen der Bundesländer nicht im Freien spielen und keinesfalls schutzlos mit Wiesen, Pflanzen oder Sand in Verbindung kommen. 
  9. Nach überstandener Gefahrensituation sollte die Wohnung und das Grundstück gründlich gereinigt werden. 
  10. Auch für die radioaktiven Strahlungen des Alltags gibt es inzwischen Schutzmechanismen. Amerikanische Wissenschaftler forschen an einer Impfung, die als gentherapeutische Methode jede Körperzelle erreichen kann. 
  11. Ebenfalls in Amerika hat ein Unternehmen Bekleidungsstoffe entwickelt, die den menschlichen Organismus vor Alpha-, Beta-, Röntgen- und Gammastrahlung schützen sollen.

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