Foto: Shutterstock.com

Wie stoppt man Nasenbluten?

Drucken
Letztes Update am 22.10.2014, 13:43
Nasenbluten tritt immer dann auf, wenn die stark durchbluteten Gefäße verletzt wurden.

Nasenbluten tritt immer dann auf, wenn die stark durchbluteten Gefäße der Nasenschleimhaut verletzt werden. Kinder und Heranwachsende können auch ohne erkennbare äußere Ursache Nasenbluten bekommen; bei jedem Menschen kann neben mechanischen Ursachen (Schlag, heftiges Naseputzen) auch Schnupfen, Heuschnupfen oder trockene Heizungsluft Nasenbluten auslösen. Eine erhöhte Blutungsneigung besteht bei Bluthochdruck, Arteriosklerose und Einnahme bestimmter Medikamente (Gerinnungshemmer).

  • NICHT harmlos und NICHT mit Hausmitteln zu behandeln ist Nasenbluten bei einer Arterienverletzung, also wenn das Blut hellrot ist und im Rhythmus des Herzschlags spritzt. 
  • Hier besteht die Gefahr des Verblutens und der Patient gehört schnell in ärztliche Behandlung. 
  • Tritt Nasenbluten auf nach einem Schlag, der nicht direkt die Nase, sondern den Kopf getroffen hat, so muss ebenfalls schnellstens für ärztliche Hilfe gesorgt werden!

  • In den meisten Fällen ist Nasenbluten nicht gefährlich und kann ohne ärztliche Hilfe behandelt werden, vor allem, wenn das aus der Nase fließende Blut dunkelrot ist und damit auf eine Venenverletzung hindeutet.
  • Dabei muss unbedingt auf die richtige Position des Patienten geachtet werden! Beim Liegen oder beim nach hinten geneigten Kopf fließt das Blut in den Rachen, dabei kann Blut eingeatmet werden oder verschlucktes Blut kann zu Übelkeit und Erbrechen führen. 
  • Wenn das Blut nach vorn abfließen kann, lässt sich auch leichter beurteilen, wie hoch der Blutverlust ist. Ein halber Liter ist für einen Menschen von mehr als 50 kg Körpergewicht zu verkraften, soviel wird auch bei einer Blutspende entnommen. 
  • Mehr wird dann schnell kritisch. Dabei ist zu bedenken: eine Tasse voll Blut zu verlieren, ist für einen Erwachsenen harmlos, diese Menge kann allerdings eine Pfütze von einem Quadratmeter ausmachen und ziemlich beängstigend aussehen!

Rasch und ohne großen Aufwand bringt man die Blutung mit folgendem Vorgehen zum Stillstand:

  1. Der Patient setzt sich aufrecht hin und neigt den Kopf nach vorn. So kann das Blut abfließen.
  2. Die Nasenflügel werden mit den Fingern mindestens fünf Minuten lang zusammengedrückt. 
  3. Eine kalte Kompresse im Nacken bringt die Blutung schneller zum Stehen, weil sie das Zusammenziehen der Blutgefäße fördert.
  4. Wenn diese Maßnahme erfolgreich war, sollte sich der Patient etwa zwölf Stunden lang nicht tief bücken und auf keinen Fall die Nase putzen oder gar spülen. Das würde die gerade gebildeten Krusten wieder zum Aufplatzen bringen.
  5. Falls das Nasenbluten trotz dieser Maßnahme länger als 20 Minuten andauert oder falls der Patient das Bewusstsein verliert, muss doch noch ein Arzt aufgesucht werden.
  6. Ein Arztbesuch ist auch dringend anzuraten, falls ein Erwachsener häufig ohne Anlass Nasenbluten hat. Hier muss überprüft werden, ob eine behandlungsbedürftige Erkrankung vorliegt.

Kommentare