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Wie stopt man eine stark blutende Wunde?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:43
Schnittwunden bei denen keine größeren Gefäße verletzt sind, können ebenfalls...

Jeder, der sich bereits schon einmal eine tiefe Schnittwunde zugezogen hat, weiß um deren Schmerzhaftigkeit sowie den sehr großen Blutverlust. Im Gegensatz zu Platz- oder Schürfwunden, welche mitunter fast überhaupt nicht oder lediglich wenig bluten, ergießt sich aus Schnittwunden eine große Menge Blut, da die Blutgefäße sehr sauber durchtrennt wurden und demzufolge das Blut fast ungehindert austreten kann.

  • Schnittwunden bei denen keine größeren Gefäße verletzt sind, können ebenfalls mit einem kleineren Druckverband stabilisiert und versorgt werden. 
  • Der Gang zum Arzt empfiehlt sich jedoch stets, da bei nicht fachgerechter Wundversorgung sonst häßliche Narben verbleiben.

  • Im Falle des Durchtrennens größerer Blutgefäße oder gar von Arterien oder Venen, bleibt meist nur ein schneller und wirksamer Druckverband als erste Abhilfe. 
  • Direkt nach dem Schnitt sollten die Wundränder mit der Hand zusammengedrückt und beispielsweise mit einem sauberen Taschentuch abgedeckt werden, da in den allermeisten Fällen nicht sofort Verbandsmaterial zur Verfügung steht. 
  • Notfalls können auch gerade in der Nähe befindliche Utensilien Verwendung finden. So ist es möglich, eine größere Schnittwunde mit Isolier- oder Paketband zu fixieren. Natürlich nur als absolute Notmaßnahme bis zur Versorgung der Wunde mit sterilem Verbandsmaterial.
  • Ein Druckverband kann unter Zuhilfenahme eines oder mehrerer Verbandspäckchen angelegt werden, wobei die ungeöffneten Päckchen als Druckeinlage fungieren und mit mehreren Lagen Mullbinde fest auf die Wunde gedrückt werden. 
  • Derartige Wunden müssen gefäßchirurgisch genäht und/oder geklammert werden, da sie ansonsten nicht zusammenheilen.

  1. Kleinere Wunden sollte man nach Möglichkeit ausbluten lassen und keinesfalls auswaschen, da ansonsten das Fibrin, also das körpereigene Blutstillungsmittel, nicht seine Wirkung entfaltet und es zu einem sehr langen Blutungsprozess kommen kann. 
  2. Der entstehende Schorf wirkt heilungsfördernd und sollte nach Möglichkeit nicht entfernt werden. In früheren Zeiten wurde oftmals sog. Pflasterspray zur Erstversorgung herangezogen, welches heute allerdings nicht oder kaum mehr eingesetzt wird. Der Vorteil von solch einem Wundversorgungsspray ist die schnelle Schließung der Wunde und die damit einhergehende Stoppung der Blutung. 
  3. Nachteilig allerdings ist die Tatsache, dass sich die Wunde durch das verhinderte Ausbluten nicht selbsttätig säubern kann und Fremdpartikel eingeschlossen werden können, welche dem späteren Heilungsprozess hinderlich sind.
  4. Bei allen stärker blutenden Wunden sollte auf alle Fälle ein Arzt hinzugezogen werden. Dieser kann am besten die weitere Wundversorgung abschätzen.

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