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Wie un/gesund sind Energydrinks wirklich?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:46
Energydrinks werden von Hobbysportlern und Leistungssportlern gleichermaßen genutzt.
Durch die Werbung wird vor allem jungen Leuten und Sportbegeisterten der Eindruck vermittelt, dass Energydrinks eine anregende Wirkung auf den menschlichen Organismus haben. Gerade durch Inhaltsstoffe wie Koffein und Taurin sollen diese Drinks die sportliche Leistungsfähigkeit steigern können, aber was ist dran?

Fakt ist, dass bis zum Jahr 2004 Koffein im Leistungssport unter die Anti-Doping-Verordnung fiel, eine vorherige Einnahme führte sofort zur Disqualifizierung.
Die optimale Wirkung von Koffein wird bei erwachsenen Menschen bei etwa 3 - 6 mg pro Kilogramm Körpergewicht erreicht. 
In Deutschland dürfen Spezialgetränke wie Cola und natürlich Energydrinks maximal 32 mg Koffein pro 100 ml haben. Eine Dose von 250 ml enthält knapp 80 mg Koffein. Im Vergleich dazu enthalten 100 ml Bohnenkaffee bis zu 100 mg Koffein, etwa die drei Mal so viel wie Energydrinks. 
Bei 70 kg Körpergewicht müsste man etwa 1 Liter Energydrink trinken, um die leistungssteigernde Menge Koffein im Blut zu erreichen.
Der Energieträger Zucker, der in großen Mengen in Energydrinks enthalten ist, wird mit dem Stoffwechselbeschleuniger Taurin schneller aufgenommen und in mentale/physische Energie umgewandelt. 
Es gibt jedoch keine Studie, die bestätigt, dass Taurin allein eine leistungsfördernde Wirkung hat.

  • Vor allem in hohen Dosen, die man einnehmen müsste, um auf einen hohen Koffeinumsatz zu kommen, sind Energydrinks ungesund. Der hohe Zuckergehalt von mindestens 11-12 Gramm Zucker pro 100 ml Getränk können den Zahnschmelz nachhaltig schädigen und zu Karies führen.
  • Auch Koffein ist in großen Dosen nicht gesund, daher sollten Energydrinks nur sehr sparsam und vor allem nicht regelmäßig konsumiert werden.
  • Das Bundesinstitut für Risikobewertung forderte Warnhinweise auf den Verpackungen der Getränke. 
  • Vor allem in Verbindung mit anstrengenden sportlichen Aktivitäten oder Alkohol können große Mengen Energydrink zu gesundheitlichen Beschwerden wie Herzrhythmusstörungen oder Krampfanfällen führen, aber auch zu Selbstüberschätzung der persönlichen Leistungsfähigkeit.

  1. Eine eingehende Untersuchung stellte fest, dass dies aber nur mit dem hohen Koffeingehalt zusammenhängt. 
  2. Risikopersonen wie Schwangeren, Stillenden, Kleinkindern und älteren Menschen wird unbedingt vom Konsum von Energydrinks abgeraten.
  3. Als Fazit kann man sagen, dass Energydrinks in geringen Mengen eine leicht aufputschende Wirkung hat, aber nicht regelmäßig und nur in kleinen Mengen konsumiert werden sollte.
  4. Die neuartigen Energydrinks mit Süßstoffen als Zuckerersatz haben einen geringeren Brennwert und sind weniger leistungssteigernd, aber gelten fälschlicherweise als gesünder als herkömmliche Drinks. 
  5. Über die Wirkungsweise von Süßstoffen wie z.B. Aspartam scheiden sich die Geister. Manche meinen diese wären gesünder als Zucker, andere Studien sagen diesen Süßstoffen krebserregende Folgen nach.

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