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Wie vermeidet man den Waagen-Terror?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:45
Der Kampf rund ums (Über-)Gewicht ist Dauer-Thema. Überall hört, liest und spricht man darüber...

Der Kampf rund ums (Über-)Gewicht ist Dauer-Thema. (wie man das optimale Körpergewicht berechnet finden Sie hier!) Überall hört, liest und spricht man darüber und Fachblätter, Frauenzeitschriften, medizinische Ratgeber und Fitnessmagazine lassen sich seit Jahrzehnten gehörig aus über die ultimative Ernährungsform für einen nachhaltigen Gewichtsverlust
Je nach Trend und Erkenntnis variieren die Empfehlungen: mal lautet die Philosophie „fettarm und kohlenhydratbetont“, mal wird die „reduzierte Kohlenhydrat-Zufuhr zugunsten von Proteinen und den richtigen Fetten“ ausgelobt.

  • Der Abnehm-Willige darf zu Recht verwirrt sein angesichts der vielen Wege, die angeblich nach Rom führen. Und auch die scheinbar einzig durchgängige Erkenntnis bezüglich der Wichtigkeit von ausreichender Bewegung macht das Vorhaben, Gewicht zu verlieren, nicht unbedingt einfacher. 
  • Findet man nach reiflicher Überlegung dann tatsächlich zu „seinem“ Konzept, beeinträchtigt ein weiterer Stressfaktor das Vorhaben: die Personenwaage. Als juristische Instanz erhält sie teilweise eine Allmacht, die auch den wahrhaft Ambitionierten an den Rand des Wahnsinns treibt. 
  • Mit stoischer Herablassung versaut einem das Miststück analog oder digital den Tag - und so manch‘ einer springt komplett entnervt von seinem Vorhaben ab, wenn sich tägliches Joggen und massenhafter Mohrrüben-Konsum nicht messtechnisch niederschlagen. 
  • Dabei ist bekannt, dass die Waage teilweise recht unzuverlässig agiert und häufig irrelevante Schwankungen abbildet, die einen glauben machen, man würde eher dicker statt dünner. Dabei wird vielleicht nur eine harmlose Wassereinlagerung registriert, während man in Wahrheit völlig auf Kurs liegt.

  1. Daher unsere Empfehlung an alle, die eine Gewichtsreduktion planen: verbannen Sie die Waage möglichst völlig aus Ihrer Reichweite. Was soll Ihnen die Waage auch sagen? Dass Sie seit gestern 25 Kilo leichter geworden sind? 
  2. Gerade, wenn Ihr Ausgangsgewicht hoch und Ihr Weg entsprechend lang ist, wird Ihnen die Waage unter Umständen eine ganze Weile nicht DIE Zahl anzeigen, die Sie gern sehen möchten. 
  3. Weswegen sollten Sie sich dann „unterwegs“ terrorisieren, frustrieren und entmutigen lassen?
  4. Orientieren Sie sich stattdessen am Sitz Ihrer Garderobe, an Ihrem Spiegelbild und an Ihrem Wohlbefinden – denn wenn Sie erst einmal das passende Ernährungs- und Bewegungskonzept für sich gefunden haben, werden Sie spüren und sehen, was passiert. Und das wird Sie ganz sicher mehr erfreuen als die tägliche Konfrontation mit der „Richterin im Badezimmer“. 
  5. Und wenn Sie es partout nicht lassen können, die Waage zu konsultieren, dann sei Ihnen das Folgende angeraten: überkleben Sie das Gewichtsanzeigefeld mit einem neutralen Stückchen Papier, auf dem Sie vorher gut lesbar Ihr Wunschgewicht notiert haben. 
  6. So wiegen Sie ab sofort unumstößliche 56 respektive 81 Kilo, meine Damen und Herren, und das selbst nach einem hochkarätigen kulinarischen Ausrutscher in Tateinheit mit totaler Workout-Verweigerung. 
  7. Diese souveräne Herangehensweise wird Sie entspannen. Und das ist es, was Sie brauchen. Entspannung – und nicht die tägliche „Watschen in Zahlen“ - möglichst noch mit drei Stellen hinter dem Komma.
  8. Also: Weg mit der Waage. Oder überkleben. Und leben.

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