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Winterdepression - Shortfacts

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:32
Die Winterdepression auch saisonal-affektive Störung genannt, tritt jährlich bei zehn bis zwanzig Prozent der Bevölkerung auf.

Die Winterdepression auch saisonal-affektive Störung genannt, tritt jährlich bei zehn bis zwanzig Prozent der Bevölkerung auf. Meist sind jüngere Menschen davon betroffen und häufiger Frauen. Sie beginnt im Herbst und hält meist bis zum Frühling an. 

Das sollte man dazu wissen

  • Die Ursache einer Winterdepression ist ein Mangel an natürlichem Tageslicht und eine Störung des biologischen Tagesrhythmus. Das hat zur Folge, dass das Hormon Melatonin sich erhöht und das Gewebshormon Serotonin sich verringert.
  • Zu viel Melatonin verursacht Müdigkeit, Schlappheit und schlechte Laune. Zu wenig Serotonin verursacht einen Heißhunger auf Süßes, damit das Gehirn wieder genug Serotonin zur Verfügung hat.
    Symptome einer Winterdepression können Antriebslosigkeit, Energielosigkeit, Gereiztheit, erhöhtes Schlafbedürfnis, Heißhunger-Attacken, Hoffnungslosigkeitsgefühle, Angstzustände, Mutlosigkeit, emotionale Unausgeglichenheit und Unentschlossenheit sein.
  • Jedoch kann man erst von einer wirklichen Winterdepression sprechen, wenn diese Symptome innerhalb von fünf Jahren in drei oder mehr Wintern aufgetreten sind. Du verspürst solche Symptome und das vielleicht auch schon seit einer längeren Zeit?
  • Dann solltest du einen Arzt aufsuchen. Dieser wird dann mit Blutuntersuchungen und Ultraschall andere Ursachen ausschließen. Andere Ursachen können zum Beispiel ein Mangel an Vitamin B12, eine Demenz oder eine Schilddrüsenunterfunktion sein.
  • Solltest du aber doch an der Winterdepression leiden, gibt es verschiedene Therapien, die dir dabei helfen, diese Depression zu bekämpfen.
  • Als erstes die Lichttherapie. Bei dieser Therapie wird der Patient täglich für ca. 30 Minuten vor ein Lichtgerät gesetzt, dass eine Stärke von 10.000 Lux haben muss. Zur Veranschaulichung, ein sommerlicher Sonnentag, kann mit bis zu 100.000 Lux strahlen. Schon nach wenigen Wochen sind deutlich bessere Ergebnisse bei den Betroffenen zu sehen.
  • Eine weitere Therapie sind Medikamente, wie zum Beispiel Selektive-Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer (SSRI), Noradranalin-Wiederaufnahme-Hemmer und Trizyklische Antidepressiva, die auch bei anderen Depressionen helfen.
  • Natürlich kann man auch selbst etwas dafür tun, indem man in den dunklen Wintermonaten versucht, so viel natürliches Tageslicht wie nur möglich, für den Körper zu bekommen. Dabei helfen zum Beispiel, Radfahren, Joggen oder lange Spaziergänge am Morgen.

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