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Winterdepression - Wofür steht SAD?

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:32
Im Winter befinden sich viele Menschen in einem Stimmungstief (Winterdepression), so dass man von SAD (Saisonal Affective Disorder) spricht.
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Symptome und Ursachen einer Winterdepression

Es fehlt das Licht

  • Für viele ist es normal sich in der kalten Jahreszeit antriebslos, müde und schlapp zu fühlen. Dazu kommt, dass einige sehr gereizt und unfreundlich reagieren. In ganz schlimmen Fällen besteht bei SAD-Patienten sogar eine Gefahr von Selbstmord. Besonders in den nördlichen Ländern, wo die dunkle Jahreszeit sehr lange anhält, kommen Suizidfälle häufig vor.
  • Auch in Deutschland gehört die Winterdepression keiner untergeordneten Rolle an. Laut Schätzungen können sogar bis zu 10 Millionen davon betroffen sein.
  • Menschen die von SAD betroffen sind, neigen zu einem erhöhten Schlafbedürfnis und außerdem verfallen sie Heißhungerattacken. Neben der allgemeinen Tagesmüdigkeit, gesellt sich auch eine Isolation gegenüber der Umwelt und den Mitmenschen.
  • Die auftretenden Symptome zu SAD beginnen dabei in den Monaten September bis November und können bis in den April des nächsten Jahres gehen.

 

Ursachen

Genaue Erklärungen aus wissenschaftlicher Sicht gibt es allerdings nicht. Diese saisonalen Depressionen treten meistens in Ländern mit jahreszeitlichen Schwankungen auf. Als Ursache könnte dabei mangelndes Tageslicht sein. Denn gerade natürliches Licht hat auf den Menschen einen starken Einfluss. Da der moderne Mensch von heute auch in den Herbst- und Winterphasen seinen Lebensrhythmus beibehalten möchte, hat der Organismus allerdings gewisse Anpassungsschwierigkeiten. Doch nicht alle sind davon betroffen. Frauen leiden dabei etwa 3-mal mehr an einer Winterdepression als Männer.

Auch das Hormonsystem ist betroffen

Durch das wenige Tageslicht im Winter, ist auch das Hormonsystem betroffen. Denn bei häufiger Dunkelheit, steigt der Anteil der Melatoninproduktion deutlich an. Dadurch kommt es zu einer stärkeren Müdigkeit, im Vergleich zum Frühjahr oder Sommer.
Außerdem kommt es zu einem Mangel von Serotonin. Dies kann zu Konzentrationsstörungen, Gewichtszunahme, Empfindungsstörungen, Migräne und Depressionen führen.

 

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