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Wundheilung: Die Basics der Wundversorgung

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:35
Grundlagen der Wundversorgung und Wundheilung.

Jeder kennt sie, die kleinen Wunden, die man sich beim Schnippeln in der Küche zufügt oder wenn man sich beim Radfahren mal eben das Knie aufschlägt…kleinere Wunden die man sich im Alltag zufügt und die nicht zu stark bluten, kann man ohne weiteres selbst versorgen.

 

Der Körper kann kleinere Wunden durch die Wundheilung selbst schließen und braucht dabei nur wenig unterstützende Hilfsmittel. Jedoch sollte man über die Wundheilung doch einiges wissen, da eine falsche Behandlung diese relativ lange hinauszögern kann und im schlimmsten Fall, die Wunde entzünden kann. Die Basics zur sorgfältigen Wundversorgung kleinerer Wunden erfahren Sie in diesem Artikel.

Wissenswertes zur Wundversorgung

Ziel: Das wichtigste Ziel bei der Wundversorgung ist es immer eine Infektion der Wunde zu verhindern und die Wundheilung mit Hilfsmitteln zu unterstützen – so das am Ende eine kleine, nicht zu störende Narbe entsteht.

Die Größe der Wunde entscheidend: Wenn die Wunde zu groß ist, um sie selbst zu versorgen oder zu stark blutet, muss umgehend ein Arzt aufgesucht werden, der die definitive Wundversorgung übernimmt und man selbst sollte nur die provisorische Wundversorgung vornehmen (provisorische Blutstillung durch Abdrücken etc., sterile Abdeckung, Schmerzbekämpfung, Fremdkörper niemals selbst entfernen und das verletzte Körperteil ruhig stellen).

Moderne Wundversorgung: Der allgemeine Volksglaube, dass es besser ist, kleine Wunden nicht zu verschließen und austrocknen zu lassen, ist nicht richtig. In der modernen Wundversorgung arbeitet man mit Wundauflagen, die dafür sorgen die Wunde feucht zuhalten, da hierdurch das Zellwachstum gefördert wird.

Das kleine 1*1 der Wundversorgung:

  • Hat man eine kleine Wunde, die nicht zu stark blutet, sollte man diese zuerst reinigen und desinfizieren und abschließend mit einer Wundauflage verschließen.
  • Dabei ist es wichtig sich zuvor die Hände zu waschen und wenn möglich, zu desinfizieren. Vor allem bei der Versorgung von Wunden anderer, ist es wichtig sich dabei Einweghandschuhe anzuziehen (Ansteckungsgefahr).
  • Danach sollte die Blutung rasch gestillt werden. Zur Wundreinigung kann Ringerlösung oder eine Kochsalzlösung verwendet werden, es gibt aber auch Desinfektionstücher, die man fertig kaufen kann. Wenn es keine andere Möglichkeit gibt, kann auch lauswarmes, fließendes Wasser verwendet werden (doch niemals kaltes Wasser verwenden, da sich hierdurch die Gefäßkammern zusammenziehen und die Durchblutung verringert wird, wodurch die Wundheilung verlangsamt bzw. gehemmt wird).
  • Verunreinigungen (wie Schotter, Holz, etc.) können mit einer sterilen Pinzette entfernt werden.
  • Das Desinfizieren der Wunde ist meist nur bei der Erstversorgung der Wunde notwendig. Vor allem bei Schnittwunden oder Abschürfungen etc. ist es ratsam immer gleich zu desinfizieren. Während des Wundheilungsprozesses muss die Wunde nicht mehr zusätzlich desinfiziert werden.
  • Im nächsten Schritt sollte die Wunde mit einer Wundauflage oder einem geeigneten Pflaster geschlossen werden. Auch kleine Wunden sollten mit einem Pflaster verschlossen werden, da das Austrocknen der Wunde unbedingt vermieden werden sollte.
  • Den Heilungsprozess sollte man während der nächsten Tage genau verfolgen und darauf achten, dass es zu keiner Wundinfektion kommt.

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