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7 Tipps, um eine Lehrstelle für den Nachwuchs zu finden

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:36
Lehre mit Matura und mehr.

Heute stehen jungen Menschen andere Ausbildungsmöglichkeiten und -wege zur Verfügung als vor 20 Jahren. Als besonders vielversprechend erweist sich das ursprünglich in Tirol entwickelte Modell, dass begabten Jungen und Mädchen ermöglicht, ihre Matura direkt mit einer Lehre verknüpfen.

Die Vorteile sind einleuchtend: Ist eine Lehrstelle für den Nachwuchs gefunden, ist Ihr Kind nach wenigen Jahren nicht nur zum Studium qualifiziert, sondern hat bereits einen Beruf erlernt. Parallel werden im Rahmen des gestrafften schulischen Curriculums Meta-Qualifikationen vermittelt, die im Falle eines anschließenden Studiums wieder einen entscheidenden Vorsprung bieten.

Die Kombination aus Lehr- und Schulzeit ist durchaus eine Herausforderung und nicht für jede bzw. jeden geeinget. Ein gesundes Maß an Disziplin gehört ebenso dazu, wie hinreichende Begabung und Lernfähigkeit. Wird es zeitlich knapp, kann die Lehrzeit im Ausbildungsbetrieb auch verlängert werden.

Junge Erwachsene, die die Doppelbelastung der dualen Ausbildung erfolgreich meistern, haben bereits ab der Matura bessere Aussichten auf dem Arbeitsmarkt als Ihre "normalen" Schulkollegen, die allenfalls ein kurzes Berufspraktikum absolviert haben, aber kaum Erfahrung im beruflichen Alltag aufweisen können.


Fazit: Eine reizvolle Option für talentierte und engagierte junge Menschen!

Lehre statt Studium - drei gute Gründe

  • Drei Jahre: Während ein Studium mit Master-Abschluss meist sechs Jahre und länger dauert, verfügt ihr Kind nach drei Jahren über einen Abschluss, hat meist gute Aussichten auf dem Arbeitsmarkt und kann anschließend immer noch studieren. Berufsbegleitend, selbst finanziert und in der Regel wesentlich zügiger.
  • Dreißigtausend: Der Betrag mit dem ein studierendes Kind im Schnitt zu Buche schlägt. Ohne Garantie auf eine Anstellung.
  • Dreißig Prozent: Die Abbruchsquote in vielen Studiengängen, da Schüler oft unrealistische Vorstellungen von Studieninhalten und Studierendenleben haben.

Sieben Tipps zur Lehrstellensuche

  • Finden Sie gemeinsam heraus, was die richtige Lehrstelle für Ihren Nachwuchs ist! Viele Unternehmen bieten verschiedene Möglichkeiten der Selbsterprobung, sogenannte Self-Assessments im Internet an. Unrealistische Vorstellungen können so korrigiert werden. Nicht selten entpuppt sich so eine "alles nur das nicht!"-Lehrstelle als erstrebenswerter Lehrberuf.
  • Drängen Sie Ihrem Kind keinen Beruf auf, nur weil gerade im Betrieb um die Ecke eine Lehrstelle frei ist.
  • Vermitteln Sie Ihrem Kind so viele Gelegenheiten wie möglich, mit berufstätigen Personen verschiendener Sparten zu sprechen.
  • Viele Unternehmen bieten Schülern die Möglichkeit im Rahmen eines Praktikums in den Berufsalltag hineinzuschnuppern.
  • Ist die Entscheidung für einen oder zwei Lehrberufe gefallen, gilt es eine entsprechende Lehrstelle für den Nachwuchs zu finden. Während handwerkliche Unternehmen oft in Zeitungen inserieren, werden Lehrstellen für kaufmännische Berufe meist über in Internet-Börsen vermittelt.
  • Internet-Jobbörsen versenden meist personalisierte Newsletter, die sie von passenden Inseraten in Kenntnis setzen. Zusätzlich finden Sie auf diesen Plattformen auch wertvolle Tipps für eine gelungene Bewerbung.
  • Für Kurzentschlossene: Arbeitsämter wissen meist als erste von Lehrstellen, die auch kurz vor Ausbildungsbeginn noch zu besetzen sind oder kurzfristig wieder frei wurden. Zudem kennen die Berater die jeweiligen Unternehmen meist und wissen, worauf deren Personalabteilungen besonderen Wert legen.

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