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Abitur nachholen - Darauf ist zu achten!

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:28
Um zu studieren oder um bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu bekommen - das Abitur zu haben, ist immer von Vorteil.

Um zu studieren oder um bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu bekommen - das Abitur zu haben, ist immer von Vorteil. Viele erkennen dies erst später und müssen es dann auf dem sogenannten 2. Bildungsweg nachholen. Dieser Artikel klärt Sie darüber auf, wie dies genau abläuft und was es dabei zu beachten gibt.

Bitte beachten

  • Um das Abitur nachzuholen, müssen Sie entweder eine abgeschlossene Ausbildung sowie mehrere Jahre Berufserfahrung nachweisen können oder dies durch Zeiten der Arbeitslosigkeit und des Wehrdienstes ausgleichen.
  • Auch gibt es an vielen Einrichtungen ein Mindestalter (an Abendschulen und Ferneinrichtungen oft 19, an VHS 25).

Hilfreiche Hinweise

Welche Einrichtung ist die richtige?

  • Wollen Sie ihr Abitur nachholen, können Sie dies entweder auf einem Abendgymnasium machen, über Fernkurse oder an Volkshochschulen.
  • Besonders für Leute, die Teilzeit arbeiten, bietet sich das Abendgymnasium an. Dieses ist für gewöhnlich an 4 bis 5 Tagen in der Woche für jeweils 3-4 Zeitstunden und beginnt nachmittags bzw. abends. Hier läuft alles wie bei einer ,,normalen'' Schule ab, Sie erhalten Hausaufgaben, müssen Referate halten und schreiben Klausuren.
  • Bei einerm Kurs an der Volkshochschule ist es ähnlich, nur dass man hier zeitlich mehr Flexibilität hat, da die Kurse vormittags, abends oder auch am Wochenende stattfinden. Anders als ein Abendgymnasium sind die Kurse an einer VHS nicht kostenlos und auch eine Förderung durch das BAföG ist nahezu unmöglich. Bei einem Abendgymnasium und bei der Volkshochschule hat man jedoch den Vorteil aktiv von einem Lehrer betreut zu werden, Fragen während der Stunden stellen und auch mit anderen ,,Schülern'' in Kontakt treten zu können.
  • Anders sieht dies bei Fernlehrgängen aus. Diese finden, wie der Name schon sagt, überwiegend fern statt und manchmal gibt es 1-mal die Woche Präsenzkurse, ansonsten muss man nur für Klausuren und für die Abiturprüfung in eine schulische Einrichtung gehen. Ein großer Nachteil ist hier, dass man alles allein erarbeiten muss und somit viel Disziplin benötigt. Der Vorteil ist wiederum, dass es keine zeitliche Begrenzung gibt. Sie können so an manchen Tagen z.B. überhaupt nicht lernen und arbeiten und an anderen Tagen lernen Sie den ganzen Tag durch.

 

Ablauf und Voraussetzungen einer Abiturprüfung

  • Entsprechend Ihrer Vorbildung müssen Sie entweder den kompletten Schulgang fürs Abitur nachholen (2 Jahre, 11. und 12. Klasse) oder nur einen Teil. Um zur Abiturprüfung zugelassen zu werden, müssen Sie jedoch eine bestimmte Fächerkombination auswählen, eine Mindestpunktzahl erreichen (zur Zeit 180) und den Nachweis über eine Fremdsprache erbringen.
  • Die Abiturprüfung selbst besteht in manchen Bundesländern aus 5 Prüfungen (4 schriftlich, 1 mündlich) und in manchen nur aus 4 Prüfungen (3 schriftlich, 1 mündlich). Insgesamt müssen Sie mindestens 100 Punkte in der Prüfung erreichen und zudem mindestens 4 beim gesamten Abitur, um zu bestehen.
  • Das Zentralabitur wird dadurch erschwert, dass nun zentral die Abiturprüfungen vom Kultusministerium eines Bundeslandes gestellt werden und nicht wie zuvor von den Lehrern.

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