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Als Journalist durchstarten? – So klappt´s

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:12
Viele von uns würden sich gerne ein zweites Standbein aufbauen und als Journalist durchstarten.
Doch dabei sind viele Tücken zu beachten, denn so einfach ist das nicht!

Durchstarten? - Die wichtigsten Hinweise

Zuerst stellt sich die Frage, ob du als freier oder angestellter Journalist arbeiten willst. Die Herangehensweise ist nämlich eine komplett andere.

  • Angestellte Journalisten verfügen meist über eine hohe journalistische Ausbildung. Meist haben Sie studiert und sind Experten auf ihrem Gebiet. Journalisten, die Journalistik oder Germanistik an der Universität studiert haben sind Allround-Talente und haben gute Chancen.
  • Auch Absolventen von Journalistenschulen können als Journalist durchstarten. Aber seit der Medienkrise wird es immer schwieriger einen Job als fest angestellter Redakteur zu bekommen.
  • Aber auch für viele ausgebildete Journalisten bleibt oft so nur die Möglichkeit als sogenannter „Freier“ zu arbeiten.
  • Da Journalist kein geschützter Begriff ist, darf sich jeder so nennen. Und jeder darf Zeitungen oder Onlineportalen seine Dienst anbieten. Ob es im Endeffekt gekauft wird, steht auf einem ganz anderen Papier.
  • Wenn man als freier Journalist arbeitet, hat man auch eine Gewinnerzielungsabsicht. Sonst macht es ja keinen Spaß. Deshalb muss man dies beim Finanzamt anmelden. Eine Gewerbeanmeldung ist nicht nötig: Wenn man als Journalist durchstarten will, geht man einer freien Tätigkeit nach.
  • Man muss dann auch jedes Jahr seine Einkünfte versteuern. Dazu ist eine Gewinnermittlung nach §4 Abs. 3 EStG vorzulegen. Mann muss also also seine Einnahmen und Ausgaben aufzeichnen und die Belege abheften. Da bietet sich ein Steuerberater an.
  • Aber manchmal macht es einem der Gesetzgeber leicht: Journalisten dürfen von ihren Einnahmen pauschal 30% als Ausgaben abziehen, und dies bis zu einem Betrag von 2455 EUR.
  • Wer also mehr Ausgaben geltend machen will, muss Bücher führen. Journalisten verdienen aber selten mehr als 1500 EUR Netto im Monat. Dabei sind sie aber oft glücklicher als andere Berufsgruppen, denn freier Journalist zu sein, bedeutet auch „frei“ zu sein.
  • Jetzt beginnt man mit dem Klinkenputzen. Am besten man schickt Artikel, die man schon geschrieben hat, an verschiedene Redaktionen die ins Profil passen.
  • Wenn man Angst hat, dass die Idee geklaut wird, reicht auch ein Exposee. Auch ein Praktikum oder ein Volontariat bieten sich an. Eine andere Möglichkeit bieten auch Texterportale im Internet. Dort schreibt man nach verschiedenen Vorgaben oder bietet eigene Artikel zum Kauf an.
  • Am Anfang läuft es noch ein wenig schleppend. Aber jeder Artikel wird besser als der vorherige. Und wenn man sich einen Namen gemacht hat, läuft es immer besser.
  • Also, willst auch du als Journalist durchstarten? Es ist viel Arbeit und wenig Geld. Aber für viele Kollegen ist es der erfüllendste Job überhaupt. Also versuche es auch, und du wirst ganz bestimmt glücklich sein!

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