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Arbeiten am Feiertag? - So ist die Rechtslage

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:13
Feiertage - Das Recht zum streiken oder doch die Pflicht zum arbeiten?

Arbeit als sinnerfüllende Aufgabe des Lebens. Doch allzeit bereit zum Schuften sein, trifft auf wenig Begeisterung - immerhin brauchen wir Menschen hin und wieder eine Ruhepause für uns selbst, Körper, Geist und natürlich die Seele. Beim nächsten Blick auf den Dienstplan: Arbeiten am Feiertag, wieder ein gestrichener freier Tag! Doch wie genau sieht eigentlich die Rechtslage diesbezüglich aus?

  • Im Bundesland Bayern gelten bezüglich der Feiertagsordnung besondere Ordnungen: Demnach erhält ein Arbeitnehmer einen höheren Lohn am Ende des Monats, den sogenannten Feiertagszuschlag, insofern dieser an einem gesetzlichen Feiertag arbeiten musste.
  • Doch es muss nicht immer mehr Geld als Vergütung an einem Feiertag geben: Bei manchen Betrieben oder Unternehmen bekommen die Arbeitnehmer nach ihrem Feiertagsarbeitseinsatz einen freien Ausgleichstag gut geschrieben.
  • Die letztendliche Regelung der Feiertage ist meist aus dem Arbeitsvertrag zu entnehmen oder bei einem direkten Gespräch mit dem Arbeitgeber zu erfragen.
  • Nicht der Ort des Firmensitzes ist von größerer Bedeutung bei der Feiertagsregelung, sondern der Einsatzort an den der Arbeitnehmer zum arbeiten geschickt wird.
  • Ein gesetzlicher Feiertag in Deutschland muss beispielsweise kein freier Tag in Österreich oder der Schweiz sein.
  • Sollte also ein deutscher Arbeitnehmer zum Beispiel am Karfreitag nach Österreich reisen, um seine Arbeit zu verrichten, hat er oder sie weder Recht auf Einklage, Feiertagslohn oder einen freien Tag zum Ausgleich.

Um genau herauszufinden, wie unsere Rechtslage in unserem Arbeitsverhältnis bezüglich der Feiertage aussieht, benötigen wir:

  • ... das Wissen darüber, in welchem Bundesland wir uns befinden.
  • ... die Gewissheit über alle wirklich existierenden gesetzlichen Feiertage.
  • ... unbedingt den Arbeitsvertrag, dort sind generell alle rechtlichen Dinge für den Arbeitgeber sowie Arbeitnehmer schriftlich festgehalten.

Die Rechtslage

Betrachten wir alles Wichtige rund um die Feiertagsordnung im Arbeitsleben:

  • Generell sind Ärzte, Krankenschwestern, Pflegepersonale, die Feuerwehr, jegliche Rettungsdienste, der deutsche Rundfunk und das Fernsehen, Hotels, Restaurants, Freizeiteinrichtungen etc. davon ausgeschlossen, Feiertage als einen freien Tag anzusehen.
  • Ist das Arbeiterteam groß genug, kann es durchaus vorkommen das der ein oder andere Arbeitnehmer an einem Feiertag zufälligerweise frei hat oder frei nehmen darf.
  • So schade es vielleicht sein mag, aber: Weihnachten und Silvester gelten (auch im Freistaat Bayern!) als keine gesetzlichen Feiertage. Gerade an diesen Tagen liegt leider oft ein großer Irrtum vor.
  • Um aber diese besinnlichen und vor allem gemeinschaftlichen Tage angenehmer zu gestalten, einigte man sich darauf an diesen beiden Tagen, Arbeitnehmer nur bis maximal 14 Uhr arbeiten zu lassen.
  • Die Feiertagsregelung variiert je nach Bundesland.
  • Auch im Ausland sieht die Feiertagsregelung nicht immer gleich aus.
  • An Feiertagen müssen alle wirtschaftlich und finanziell wichtigen Branchen arbeiten.
  • Aber auch die für unseren Haushalt wichtigen Institutionen müssen an Feiertagen schuften. Man denke dabei vor allem an Energie- und Versorgungsbetriebe.
  • Auch wenn es ärgerlich sein mag, aber sollte der Arbeitgeber an jedem gesetzlichen Feiertag ein und denselben Arbeitnehmer zum arbeiten einteilen, kann ihm rechtlich nichts geschehen.
  • Vor allem dann nicht, wenn Firmensitz und der Einsatzort nicht derselbe sind. Und diejenigen, die dafür einen Feiertagslohn erhalten, haben ebenfalls kein Recht auf eine Beschwerde. Es gibt beim Einteilen der Arbeitskräfte kein vorgegebenes Maximum an jährlichen Feiertagseinsätzen.
  • Generell achten Arbeitgeber aber auf eine ausgeglichene Einteilung ihrer Arbeitskräfte. Besondere Rücksicht wird auf die Eltern genommen, die zum Beispiel ihre Weihnachtsfeiertage gerne mit ihren Kindern verbringen würden.
  • Dann teilt der Arbeitgeber in der Regel einen jüngeren Arbeitnehmer ein, welcher ledig und alleinlebend ist.
  • Eine besondere Rolle kommt auch der Kirche zu: Arbeitet ein Arbeitnehmer bei der Kirche, so muss er oder sie in der Regel nicht am 24. Dezember, dem heiligen Abend in Deutschland, arbeiten.

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