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Austerität - Finanzielle Disziplin an den Tag legen

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:26
Austerität leben bedeutet mit den gegebenen Finanzmitteln (beispielsweise dem Lohn und Gehalt) besser auszukommen als bisher.

Wie lebt man Austerität? Deine Frage bewegt seit etwa fünf Jahren viele Menschen sowohl in den USA, als auch in großen Teilen Europas. Nach dem Platzen der Immobilienblase in den USA und der darauf folgenden Bankenkrise sanken in vielen Gebieten die Reallöhne und Renten. Deshalb fragen sich viele Menschen, wo sie denn Einsparungen vornehmen können ohne den Lebensstandard nachhaltig zu verschlechtern. Erstaunlicherweise kann praktisch jeder viel Geld sparen, wenn er nur auf ein paar Symbole und Bequemlichkeiten verzichtet. Dann bleibt mehr Geld für einen Urlaub oder aber auch um seinen Dispokredit zu tilgen.

  • Mit knapperen Finanzmitteln zu Recht kommen zu müssen ist auf den ersten Blick relativ schwierig. Der Kontostand des Girokontos verändert sich vielleicht bei der bisher gewohnten Lebensweise nicht und bewegt sich pro Monat nur ein paar Euro nach oben oder unten.
  • Deshalb solltest Du in einem ersten Schritt einfach mal alle Kassenzettel und Quittungen eines Monats aufheben und in einen Schuhkarton oder eine Ablage werfen. Am Monatsende packst Du die Zettel mal aus und siehst Dir jede einzelne Quittung genau an.
  • Dabei wirst Du Erstaunliches feststellen: Bei einem reduzierten Einkommen kannst Du also viele kleine Einsparungen vornehmen, die den Haushalt entlasten. Leider gilt hier die Devise "Kleinvieh macht auch Mist", so dass es nicht die große einzelne Einsparung bringt.

Dinge die benötigt werden

  • Ein Schuhkarton
  • Deine Kontoauszüge
  • ein großes kariertes Blatt Papier oder eine Tabellenkalkulation
  • ein bis zwei Stunden Zeit pro Monat

 

Austerität - Tipps um diszipliniert Geld zu sparen

  • Egal ob es sich um Toastbrot, Schwarzbrot oder Toilettenpapier handelt: Selbst innerhalb des gleichen Supermarktes gibt es Preisunterschiede zwischen No-Name und Markenartikeln von dreißig bis vierzig Prozent. Denke an die hochwertigen Eigenmarken wie billa, clever oder milfina, ombia und viele andere. Diese enthalten wesentlich mehr "Produktanteil" und weniger Fernseh- und Printwerbung.
  • Wenn Du diese Waren kaufst und Dir nur ab und zu ein Produkt des bisherigen Sortiments gönnst, dann wirst Du feststellen: Oftmals ist der Preisunterschied nicht gerechtfertigt. Kaufe also nur noch selektiv diejenigen Markenprodukte, die die Preisdifferenz zur No-Name oder "weißen Ware" auch wirklich wert sind. 
  • Manchmal sind kleine, alltägliche Belohnungen einfach nur teuer. Mein Lieblingsartikel in diesem Bereich ist das "Cornetto" Eis von Eskimo im Vergleich zur größeren Packung für den Genuß zu Hause. Würdest Du Dir den Literpreis ausrechnen, so kämst Du auf einen hohen Preisunterschied. Für den Preis von zwei Cornettos bekommst Du fast schon die 0,9 Liter Packung Speiseeis für zu Hause.
  • Ähnliches gilt übrigens für verschiedene "Coffee to go": Muss es unbedingt immer der große, feine Kaffee eines Kaffeehauses zum mitnehmen sein? Oder schmeckt der Kaffee bei der Bäckerei nicht genauso gut. Preisdifferenz: Oftmals zwei Euro. Pro Tag.
  • Welche Kaufrituale lebst Du? Gerade bei einem kleineren Einkommen könntest Du nachdenken, welche Kaufrituale Du mit Deiner Familie oder Freunden lebst und wie sinnvoll diese sind! Ist der Stadtspaziergang oder der Ausflug ins Grüne immer und unbedingt mit einem Großeinkauf verbunden? Oder möchtest Du nicht viel lieber die Landschaft, Stadt oder den Sport genießen. Denke einfach mal vor einem Einkauf nach, warum Du gerade jetzt etwas einkaufen möchtest? Wenn Du einfach nur eine Erinnerung an den Ausflug mitnehmen möchtest, dann tut es ein Foto oder ein Bild auch!

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